Zweiter Titel in Folge für die U16 des MSV Duisburg: Nach der Niederrheinliga gewinnen die Zebras nun auch den WDFV U16-Nachwuchs-Cup.
von Markus Becker · Heute, 17:00 Uhr · 0 Leser
Die U16 des MSV Duisburg schnappte sich den zweiten Meistertitel in Folge. – Foto: Christian Bunge
Die U16 des MSV Duisburg hat den Erfolg des Vorjahrs noch einmal bestätigt. Nach der Meisterschaft in der U17-Niederrheinliga im Vorjahr sicherten sich die Zebras nun auch den Titel im neu geschaffenen WDFV U16-Nachwuchs-Cup. In dem Wettbewerb treffen die Nachwuchsleistungszentren aus dem Westen mit ihren U16-Teams aufeinander. Hinter dem MSV landeten unter anderem Borussia Mönchengladbach, der 1. FC Köln, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen.
Gladbach erneut der schärfste Verfolger
Besonders bemerkenswert: Die Mannschaft von Fabian Springob fand sich erst sieben Wochen vor dem Saisonstart zusammen. „Wir waren uns darüber im Klaren, dass wir als Mannschaft ganz eng zusammenrücken und jedes Spiel an unsere Grenzen gehen müssen“, erklärt der Trainer. Deshalb habe das Team großen Wert „auf einen außergewöhnlichen Zusammenhalt, eine klare Spielidee und mentale Stärke“ gelegt.
Die neue Liga stellte die Duisburger dabei vor andere Herausforderungen als noch die Niederrheinliga, wo man sich auch häufig gegen Amateurteams behaupten musste. „Während es dort häufig um körperliche Herausforderungen und spielerische Überlegenheit ging, wurden wir dieses Jahr auf individualtaktischer Ebene und auf höchstem spielerischen Niveau gefordert“, sagt Springob. Für seine Mannschaft ging es entsprechend darum, beide Welten miteinander zu verbinden: intensive, körperbetonte Auftritte ebenso wie technisch und taktisch anspruchsvollen Fußball.
Wie im Vorjahr stellte sich erneut Borussia Mönchengladbach als ärgster Verfolger heraus. Dabei erspielten sich die Duisburger zunächst einen kleinen Vorsprung gegenüber den zu Saisonbeginn strauchelnden Fohlen. In den finalen Atemzügen der Liga wurde es zwischen den beiden Kontrahenten allerdings besonders eng. Erst mit dem 2:0-Sieg gegen den VfL Bochum am letzten Spieltag machte der MSV den Titel – mit nur einem Zähler Vorsprung – dingfest.
Springob freut sich über besondere Unterstützung zum Saisonfinale
Dabei möchte Springob den Erfolg nicht an einzelnen Spielern festmachen. „Der Star war das Team“, betont er. Dennoch hebt er Salih Yusa Canim und Niels Hagedorn hervor, die sich „wahnsinnig mit dem Team, der Spielidee und ihren Aufgaben identifiziert haben“. Ebenso lobt er Kapitän Ole Feldmann, der nach einer langen Verletzungspause „eine sehr positive Entwicklung genommen und das Team wahnsinnig positiv geführt“ habe. Alle drei werden den MSV im Sommer verlassen.
Fabian Springob nimmt sich zunächst eine Pause. – Foto: Spielerprofil
Besonders stolz macht den Trainer jedoch die Entwicklung seiner Spieler abseits der Ergebnisse. „Ich bin überglücklich, dass wir die Jungs dieses Jahr ganzheitlich ausgebildet haben“, sagt Springob. „Ich durfte die Jungs durch sportliche und persönliche Höhen und Tiefen begleiten und nicht nur zu besseren Spielern, sondern auch Menschen machen.“ Dass beim Saisonfinale in Bochum sogar mehrere Akteure des Vorjahresjahrgangs zur Unterstützung erschienen, hatte daher auch eine spezielle Note: „Das bedeutet mir sehr viel und spiegelt wieder, dass ich eine tolle Beziehung zu meinen Spielern aufgebaut habe.“
Für Springob selbst steht nach zwei intensiven Jahren beim MSV nun zunächst eine Pause an. „Ich blicke auf zwei hervorragende und überdurchschnittlich erfolgreiche Jahre in Duisburg zurück, die mich auch viel Kraft gekostet haben“, sagt er. „Zunächst werde ich erst einmal Kraft tanken und die vergangenen zwei Jahre mit ein wenig Abstand reflektieren.“