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Hannover – Schwere Vorwürfe gegen Polizeibeamte in Niedersachsen! Fünf Polizisten der Polizeidirektion Hannover sind am Montag vorläufig vom Dienst enthoben worden. Ihnen wird Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Im Fokus steht eine Durchsuchung im April 2025.

Die Staatsanwaltschaft Hannover (Niedersachsen) hat Ermittlungen gegen die Beamten eingeleitet. Zwei Polizisten sollen bei der Durchsuchung unverhältnismäßige körperliche Gewalt angewendet haben. Der Betroffene wurde dabei verletzt.

Polizisten sollen Vorfall nicht gemeldet haben

Die Ermittlungen richten sich jedoch nicht nur gegen diese beiden Polizisten. Drei weitere Beamte stehen unter Verdacht, von dem mutmaßlichen Vorfall gewusst zu haben, ohne ihn anzuzeigen. Gegen sie wird wegen des Anfangsverdachts der Strafvereitelung im Amt ermittelt.

„Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, heißt es von der Staatsanwaltschaft Hannover. Hinweise an die interne Beschwerdestelle brachten den Fall ins Rollen. Im Zuge der Ermittlungen wurden nach Angaben der Behörde mögliche Straftaten festgestellt.

Hannovers Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten suspendierte fünf Polizisten vom Dienst

Hannovers Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten suspendierte fünf Polizisten vom Dienst

Foto: emha

Polizei Hannover: Vorwürfe beschädigen Vertrauen

Bereits am Montag hatte die Polizei Hannover bekanntgegeben, dass fünf Polizisten suspendiert worden sind. Gegen zwei weitere Polizeibeamte laufen Disziplinarverfahren wegen verschiedener dienstrechtlicher Verstöße. Sie wurden in andere Bereiche der Polizeidirektion versetzt.

Die Vorwürfe gegen die Beamten sorgen für erhebliche Unruhe innerhalb der Behörde. Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten erklärte: „Die Vorwürfe treffen uns als Polizeibehörde und beschädigen das Vertrauen, das die Menschen zu Recht in uns setzen.“ Weiter sagte die Behördenleiterin: „Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre dies nicht nur ein möglicher Verstoß gegen geltendes Recht, sondern auch gegen die Werte und Maßstäbe der Polizei.“