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Logischer Aderlass nach Abstieg

Beinahe zwangsläufig, dass der Abstieg zum Umbruch im Kader führt. „Es war zu erwarten, dass sich einige Jungs nicht in der Gruppenliga sehen“, sagt Yildirim Sari. Der späte Zeitpunkt des Abstiegs führe entsprechend bei der Personalplanung zu „Extraschichten“, so Sari. 26 Spieler hatte der Verbandsliga-Kader umfasst, 22 oder 23 Akteure sind für das künftige Gruppenliga-Aufgebot vorgesehen. Der Aderlass ist – nach jetzigem Stand – erheblich. Aidan Harney, als einer von Wenigen vergangene Runde mit konstant guten Leistungen, wechselt zu Hessenliga-Rückkehrer RW Hadamar. Der Abschied von Offensiv-Ass Athanasios „Saki“ Nakos zu Hellas Schierstein – er fehlte verletzungsbedingt 2025/26 in etlichen Spielen – ist schon seit längerer Zeit bekannt. Keeper Noah Kara und Defensivspieler Jan Rodwald verändern sich zum VfR Groß-Gerau. Max Wartenberg zum Gruppenliga-Konkurrenten FC Bierstadt. Simon Scheicher und Kevin Faro, bestätigt Yildirim Sari, würden sich Gruppenliga-Meister VfB Unterliederbach anschließen. Torwart Silvan Sevinc sowie Cedric Siewe Nana, Ben Preusse, Elijah Brunner, Naoki Toyosawa und Julian Bill sind mit noch unbekannten Zielen von Bord gegangen.

Mi., 10.06.2026, 19:00 Uhr

Interessante Zugänge

Als Rückkehrer und Zugang stand Torjäger Pierre Massfeller (SV Erbenheim) schon länger fest. Ebenfalls aus Erbenheim kommt Rami Roubiou. Paul Stahl (TuS Dietkirchen) und Yankhoba Soumare (FC Bierstadt) sind als Zugänge fix. Ebenso Ryoma Osaka (Basara Mainz) und Torwart Sertzio Shahaj (Hellas Schierstein). Faris Taibi, mit dem Yildirim Sari fest geplant hatte, habe sich nun für den Verbleib beim SV Niedernhausen entschieden, erläutert der Sportliche Leiter mit Unverständnis. Zwei, drei weitere Zugänge will er noch unter Dach und Fach bringen. Davon abgesehen sieht Sari durch die Spieler, die dem SVW treu bleiben, Qualität fürs künftige Team und nennt stellvertretend Tim Maurer, Ruven Bertel und Onur Gündogan, die beim Verbandsliga-Aufstieg schon dabei waren.

Ziel: Erst mal 40 Punkte sammeln

„Ziel ist es, eine schlagkräftige Gruppenliga-Mannschaft auf die Beine zu stellen. Das neue Konstrukt muss erst einmal zusammenfinden. Daher geht es erst einmal darum, so schnell wie möglich 40 Punkten einzufahren. Dann kann man weitersehen“, erläutert Yildirim Sari. Stabiliät erlangen, das ist das Gebot der Stunde. Sari, in der Endphase der letzten Saison unterstützend ins Trainerteam eingebunden, wird künftig bei der ersten Mannschaft in dieser Hinsicht nicht mehr involviert sein. Nach eingehender interner Analyse genießt Chefcoach-Dauerbrenner Daniel Löbelt, mit dem im Januar für gleich zwei Spielzeiten verlängert worden war (einhergehend mit Yildirim Sari über den gleichen Zeitraum), weiter das Vertrauen, geht beim SVW in seine neunte Saison. Marcel Heilmann steht ihm weiter als „Co“ zur Seite. „In der langen Zeit unter Daniel sind wir zum ersten Mal hinter den sportlichen Erwartungen zurückgeblieben. Da ist es nur fair und richtig, dass man ihm die Möglichkeit gibt, alles wieder zu stabilisieren“, bekräftigt Sari.

Dem seinerseits noch eine weitere wichtige Rolle zufällt. Innerhalb der nächsten Wochen soll ein U19-Team für 2026/27 stehen, überwiegend mit Spielern des jüngeren A-Jugendjahrgangs. „Es ist kein leichtes Unterfangen, eine U19 aus dem Boden zu stampfen. Aber wir sind auf einem guten Weg“, weiß der Sportliche Leiter um die Wichtigkeit einer Nachwuchsmannschaft in der höchsten Altersstufe