Newsblog zum Krieg in Nahost

Iran droht Israel mit „harter Reaktion“

Aktualisiert am 16.06.2026 – 21:48 UhrLesedauer: 12 Min.

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Israelische Soldaten im Süden Libanons: Der Iran fordert ein Ende der Kämpfe gegen die Hisbollah, Israel lehnt das ab. (Quelle: Ariel Schalit)

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Teheran wirft Israel einen Bruch der Waffenruhe vor. Für den Iran zahlt sich die Einigung mit den USA offenbar schon aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Iran droht Israel mit „harter Reaktion“

Die iranische Armee hat nach Israels Angriffen im Süden des Libanon mit mindestens vier Toten mit einer „harte Reaktion“ gedroht. Wenn die israelische Armee „ihre Aggression im Süden des Libanon nicht einstellt, muss sie mit einer harten Reaktion der mächtigen Streitkräfte der Islamischen Republik Iran rechnen“, hieß es in einer am Dienstag im Fernsehen ausgestrahlten Erklärung des Zentralkommandos der Armee.

Die iranische Armee warf Israel vor, bereits „84 Mal“ gegen die Waffenruhe im Libanon verstoßen zu haben. Die israelische Armee setzte ihre Angriffe im Süden des Libanon am Dienstag ungeachtet einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs weiter fort. Staatsmedien zufolge wurden dabei vier Menschen getötet.

Insider: US-Iran-Abkommen sieht 300-Milliarden-Dollar-Fonds vor

Im Rahmen des geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist Insidern zufolge ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei bereits zugesagt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schließen. Die USA und der Iran bereiten sich darauf vor, die Vereinbarung am Freitag zu unterzeichnen. Am Sonntag hatten sich beide Staaten auf einen Rahmen zur Beendigung ihres seit Februar andauernden Konflikts geeinigt.

Bei dem geplanten „Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung“ handelt es sich dem Insider zufolge um ein privates Investitionsinstrument ohne staatliche Gelder oder Zuschüsse. Zusagen lägen von Unternehmen aus den USA, den Golfstaaten, Asien, Südamerika und Afrika vor, hieß es. Die Investitionen sollen in die Bereiche Energie, Logistik, Industrie
und Transport fließen. Demnach werde der Fonds erst nach dem Abschluss eines endgültigen Abkommens aktiv.

Ein am Freitag zu unterzeichnendes Memorandum soll den Prozess für die kommenden 60 Tage strukturieren. Die Führung in Teheran hatte iranischen Regierungskreisen zufolge ursprünglich 400 Milliarden Dollar an Kriegsentschädigungen von den USA gefordert, was Washington jedoch ablehnte.

USA erlauben Iran offenbar sofortigen Ölverkauf

Die USA erlauben dem Iran einem Medienbericht zufolge den sofortigen Verkauf von Öl und Kraftstoffen im Rahmen ihrer Grundsatzeinigung zur Beendigung des Krieges. Die Aussetzung der Sanktionen trete in Kraft, sobald das Abkommen in dieser Woche unterzeichnet werde, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Das Abkommen soll am Freitag in Luzern unterzeichnet werden.