Wasserqualität von Ammersee und Co.
Badeseen-Test: Dieser Münchner See fällt als einziger durch
Aktualisiert am 16.06.2026 – 20:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Badesee (Symbolbild): Die Sauberkeit eines See im Stadtbezirk München wurde nach einer Auswertung der Wasserproben als „mangelhaft“ bewertet. Was Badende wissen müssen. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)
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Bayerns Badeseen glänzen in diesem Sommer mit überwiegend ausgezeichneter Wasserqualität. Nur eine Badestelle fällt mit der Note „mangelhaft“ durch.
Wer in den kommenden Wochen bei sommerlichen Temperaturen ein erfrischendes Bad sucht, muss rund um München nicht lange suchen. An Chiemsee, Starnberger See, Ammersee und vielen weiteren Badeseen in Oberbayern herrschen laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nahezu ideale Bedingungen. Die aktuelle Bewertung der Behörde bescheinigt den meisten Gewässern eine „gute“ oder sogar „ausgezeichnete“ Wasserqualität.
Eine Badestelle im Münchner Stadtgebiet fällt bei der Wasserqualität jedoch negativ auf: Nach aktuellen Daten des LGL wurde das Nordufer des Riemer Sees als einzige der 375 überwachten Badestellen im Freistaat mit „mangelhaft“ eingestuft. Insgesamt schneiden die Gewässer in Bayern deutlich besser ab – mehr als 96 Prozent der untersuchten Badestellen erhalten demnach die Noten „ausgezeichnet“ oder „gut“.
Neben der Münchner Badestelle erhielten bayernweit lediglich drei weitere Standorte die Bewertung „ausreichend“. Dabei handelt es sich um zwei Badestellen am Meerhofsee im unterfränkischen Alzenau sowie eine Badestelle am Krebsensee im unterfränkischen Knetzgau-Westheim.
Was schlechte Wasserqualität bedeuten kann
Eine mangelhafte Wasserqualität bedeutet nicht automatisch eine akute Gesundheitsgefahr für Badegäste. Das Gesundheitsministerium weist jedoch darauf hin, dass belastetes Wasser Magen-Darm-Erkrankungen verursachen kann.
Deshalb überwachen die Gesundheitsämter die Badestellen während der gesamten Saison regelmäßig. Werden erhöhte Werte festgestellt, können Behörden je nach Lage Maßnahmen ergreifen. In Einzelfällen sind auch Badeverbote möglich.
So werden die Badeseen kontrolliert
Die Bewertung basiert auf langfristigen Messreihen und wird durch aktuelle Wasserproben ergänzt. Seit Ende April hat das LGL nach eigenen Angaben bereits 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht.
Die Gesundheitsämter entnehmen während der Badesaison bis Mitte September insgesamt sechs Mal Proben an den Badestellen. Dabei untersucht das LGL insbesondere die Darmbakterien Escherichia coli und intestinale Enterokokken. In Seen mit Verdacht auf erhöhte Blaualgen-Belastung erfolgen zusätzliche Untersuchungen.
Für einzelne schlechtere Messergebnisse kann es verschiedene Ursachen geben. Das Gesundheitsministerium nennt unter anderem Starkregen oder Verunreinigungen durch Wasservögel. Aktuelle Informationen zu einzelnen Badestellen veröffentlicht das LGL in seiner Online-Badegewässerkarte.
Gesundheitsministerin warnt vor Gefahren
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte, die Badeseen im Freistaat böten auch in diesem Jahr eine gute Möglichkeit, warme Sommertage zu genießen. Gleichzeitig appellierte sie an Badegäste, unnötige Risiken zu vermeiden. So könnten etwa große Temperaturunterschiede beim Sprung ins kalte Wasser Herz-Kreislauf-Probleme auslösen. Zudem müsse besonders auf die Sicherheit von Kindern geachtet werden.


