Bielefeld. Ein 27-jähriger Mann aus Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh) und ein 24-jähriger Bielefelder sind bei einer Messerstecherei an der Herbert-Hinnendahl-Straße zum Teil schwer verletzt worden. Die Polizei Bielefeld fahndet nach dem flüchtigen Täter mit der Bomberjacke.
Die Herbert-Hinnendahl-Straße sowie der angrenzende Stadthallenpark gelten zusammen mit der „Tüte“ (dem Abgang zur Stadtbahnhaltestelle „Hauptbahnhof“) als Treffpunkt verschiedener Szenen – unter anderen kommen dort regelmäßig Drogenabhängige, Dealer und Trinker zusammen. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren innerhalb der Szene zu körperlichen Auseinandersetzungen – leider immer öfter auch mit Messern.
Wie die Polizei mitteilt, gerieten am Samstagnachmittag, 13. Juni, gegen 16.50 Uhr drei Männer vor Ort in Streit, der dann in einer körperlichen Auseinandersetzung mündete. Dabei holte der Dritte im Bunde plötzlich ein Klappmesser hervor und stach damit zu. Dabei verletzte er den Mann aus dem Kreis Gütersloh schwer, den Bielefelder leicht. Das berichtete die Polizei.
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Die Opfer der Messer-Attacke kommen beide ins Krankenhaus
Die beiden Verletzten mussten vor Ort von Notfallsanitätern versorgt werden und kamen anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.
Die Kriminalpolizei sucht seitdem den Täter, der nach den Messerstichen in Richtung Willy-Brandt-Platz flüchtete. Nach Angaben von Zeugen hält er sich öfter an der „Tüte“ auf. Der Mann (1,85 bis 1,90 Meter, 30 Jahre, schmale Statur, dunkle Haare, südländisches Erscheinungsbild) trug ein graues Shirt, eine schwarze Bomberjacke, graue Hosen und dunkelbraune Schuhe. Hinweise zum Täter gehen an das Kriminalkommissariat 14 unter Tel. 0521 5450.
Seit vielen Jahren gilt die sogenannte Tüte als Treffpunkt der Drogenszene und als Kriminalitätshotspot. Die Stadt und die Polizei bemühen sich seit Jahren, einerseits den Abhängigen so gut zu helfen, wie es nötig ist, andererseits Kriminalität so weit es geht zu unterbinden. Dazu setzte die Polizei in den vergangenen Jahren vor allem das Mittel von wiederholten Personenkontrollen ein. Mit der Bildung der „Soko Innenstadt“ wurde das Thema intensiviert.
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Das Ziel sei eine Verkleinerung der Szene, ein deutliches Zeichen an die Szeneangehörigen, dass die Sicherheitsbehörden ihnen auf den Füßen stehen, aber keine Verdrängung der Szene in angrenzende Wohngebiete. Dennoch klagen neuerdings nicht nur die Anwohner des Ostmannturmviertels über die Nebenerscheinungen der angrenzenden Drogenszene, sondern auch auf der anderen Seite des Ostwestfalendamms: Neuerdings scheint sich auch im Kamphofviertel eine Szene breitzumachen.
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