Staatsschutz eingeschaltet

Angriff auf KZ-Gedenkstätte? Brandspuren entdeckt

16.06.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 1 Min.

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Der Staatsschutz ermittelt im Nürnberger Land (Symbolbild): Wollte jemand an einem historischen Gedenkort Feuer legen? (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

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An einem Gedenkort in Hersbruck entdecken Mitarbeiter Brandspuren und NS-Symbole. Der Staatsschutz prüft einen Zusammenhang.

An der KZ-Gedenkstätte in Hersbruck im Landkreis Nürnberger Land hat ein Mitarbeiter der Stadt am Montagmorgen (15. Juni) Rußspuren und NS-Symbole entdeckt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Die Spuren befanden sich an der Gebäudeaußenseite der Gedenkstätte in der Amberger Straße. Im näheren Umfeld stellte der Mitarbeiter Gegenstände fest, mit denen nach Polizeiangaben offenbar versucht worden sein soll, ein Feuer zu legen. Am Tatort fanden die Beamten eine rote Heliumflasche.

Die Tat soll sich nach Polizeiangaben zwischen dem Freitag (12. Juni) und Montag ereignet haben. Eine versuchte Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit.

Strafbare Zeichen in Hersbruck entdeckt

Beamte der Polizeiinspektion Hersbruck entdeckten im weiteren Umfeld zwei Graffiti mit NS-Bezug. Eine SS-Rune befand sich am Aufgang einer nahegelegenen Therme. Ein Hakenkreuz war auf der Fahrbahn der Erlenstraße aufgesprüht. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 800 Euro.

Das Staatsschutzkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Ermittler prüfen nach Polizeiangaben einen Zusammenhang zwischen den Taten.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu Personen mit einer roten Heliumflasche geben können, werden gebeten, sich unter 0911 2112-3333 zu melden.