Stand: 16.06.2026 20:33 Uhr
Ein Transport mit radioaktiven Abfällen hat am Dienstag Brunsbüttel erreicht. Die Behälter werden auf Lkw umgeladen. Ziel ist das Zwischenlager Brokdorf. Die Entwicklungen vom Dienstag im Liveblog zum Nachlesen.
16.06.2026 20:30 Uhr
Ende des Liveblogs für heute
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Liveblog zum Castor-Transport. Wir setzen ihn fort, sobald der Transport weitergeht.
16.06.2026 20:04 Uhr
Voraussichtlich keine größeren Proteste am Mittwoch
Am Mittwoch sollen die Castor-Behälter aus Großbritannien auf der Straße weiter nach Brokdorf transportiert werden. Wie viele Polizisten daran beteiligt sind, ist geheim. Es fällt jedoch auf, dass sämtliche Hotels in Brokdorf, Brunsbüttel und Umgebung ausgebucht sind. Größere Protestaktionen sind nach NDR Informationen nicht geplant.
16.06.2026 19:58 Uhr
Mahnwache: Uneinigkeit unter den Teilnehmenden
Cécile Lecomte, eine der Teilnehmerinnen der Mahnwache vor dem AKW Brokdorf, sagte NDR Schleswig-Holstein, dass sie bereits seit etlichen Jahren gegen Castor-Transporte sei: „Keiner weiß, wohin mit diesem Atommüll. Der Betrieb von AKW war für mich wie ein Flugzeug ohne Landebahn, und wir suchen immer noch die Landebahn.“ Doch unter den wenigen Protestierenden herrschte auch Uneinigkeit. „Nuclear Energy = Cleanest Energy“, war auf einem Plakat zu lesen. Ein weiterer Teilnehmer, David Gramatzki, betonte, dass der atomare Abfall natürlich zurückgenommen werde – dazu sei Deutschland schließlich verpflichtet.
16.06.2026 17:54 Uhr
Ruhiger Protest am AKW Brokdorf
Etwa zehn Personen protestieren aktuell am AKW Brokdorf. Sie kritisieren den Castortransport und Atomkraft im Allgemeinen aus verschiedenen Gründen. Einer lautet, dass es noch kein festes Endlager für den Atommüll gibt und die Zwischenlager – wie in Brokdorf – zu ungeeigneten Langzeitlagern werden könnten. Manche Teilnehmer sind aus Niedersachsen angereist. Bisher verläuft der Protest nach Angaben einer NDR Reporterin ruhig. Die Protestierenden unterhalten sich und tragen Banner. Die Polizei begleitet sie.
16.06.2026 15:35 Uhr
Wohl keine Proteste in Brunsbüttel
NDR Reporter Jonas Salto beobachtet in Brunsbüttel die Verladung. Nach seinen Informationen ist in Brunsbüttel – im Gegensatz zu Brokdorf – keine Demonstration geplant. Wie viele Menschen in Brokdorf teilnehmen werden, ist noch nicht bekannt. Die Polizei kann dazu noch keine Zahlen nennen.
Video:
Letzter Castor-Transport nach Brokdorf – Proteste angekündigt (2 Min)
16.06.2026 14:23 Uhr
Wie lange muss das atomare Material in Brokdorf bleiben?
Mit den sieben neuen Castoren wären 83 von 100 Stellplätzen im Zwischenlager in Brokdorf belegt. Diese sollen so lange dort bleiben, bis es ein Endlager gebe, sagte der Inhaber, die Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ). Das könne mehrere Jahrzehnte dauern, so die Gesellschaft.
16.06.2026 14:19 Uhr
Erste Rückführung des radioaktiven Mülls nach SH
In den letzten 30 Jahren gab es insgesamt fünfzehn Rückführungen nach Deutschland. Der letzte geplante Transport geht nun nach Brokdorf. Es ist die bislang einzige Rückführung hin zu einem schleswig-holsteinischen Standort.
16.06.2026 14:12 Uhr
Route nach Brokdorf ist geheim
Insgesamt werden sieben Behälter umgeladen. Allein einer wiegt über einhundert Tonnen. Wenn das Umladen abgeschlossen ist, können die Castor-Behälter weiter nach Brokdorf transportiert werden. Die genaue Route ist dabei geheim.
16.06.2026 14:00 Uhr
NDR-Reporter Ben Armstrong live aus Brunsbüttel
Ben Armstrong berichtet, welche Proteste geplant sind und wie der Transport bislang verlaufen ist.
Video:
Castor-Transport trifft in Brunsbüttel ein (3 Min)
16.06.2026 13:21 Uhr
Umladen geht weiter
Nach Angaben von NDR Reportern vor Ort bewegt sich der Spezial-Kran, mit dem die Behälter auf Lastwagen umgeladen werden. Wann die Arbeiten abgeschlossen sind und der Transport per Lkw beginnt, ist laut GNS noch unklar.
16.06.2026 11:02 Uhr
Protest-Kundgebung vor AKW Brokdorf angekündigt
Die Initiative „Castor stoppen!“ hat für heute Abend um 17.30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf angekündigt. Auch für Mittwoch sind laut einem Aktivisten Mahnwachen entlang der möglichen Route geplant, wenn der Transport aus Brunsbüttel Richtung Brokdorf fährt.
16.06.2026 10:43 Uhr
Erster Castor verladen
Nach Angaben eines NDR Reporters vor Ort wurde der erste Castor inzwischen vom Schiff auf einen Lastwagen gehoben. Zuvor gab es einen Probelauf mit einem leeren Behälter.
Video:
Castor-Transport nach Brokdorf: Behälter werden in Brunsbüttel verladen (1 Min)
16.06.2026 10:20 Uhr
Umladen wird weiter vorbereitet

Am Dienstagvormitag wurde der erste Behälter mit dem Kran umgeladen.
Im Hafen von Brunsbüttel gehen die Arbeiten stetig weiter. Das Umladen der Castoren auf spezielle Lkw wird vorbereitet. Das Ganze wird laut der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mindestens den heutigen Tag dauern. Währenddessen liegt das Schiff „Pacific Grebe“ an dem Elbehafen.
16.06.2026 09:03 Uhr
Vorbereitungen laufen – Spezialkran im Einsatz
Momentan laufen Vorbereitungen, um die Behälter mit dem radioaktiven Material zu entladen. Dafür müssen die Mitarbeitenden mit einem speziellen Kran einige Schutzschichten durchdringen, um zur eigentlichen Ladung zu kommen. Wie ein NDR-Reporter vor Ort berichtet, wird mit einem zweiten Kran am Hafen Material an- und weggeschafft, das das Personal später zum Umladen braucht.
16.06.2026 06:45 Uhr
Bislang keine Proteste

Der Hafen von Brunsbüttel ist gesichert und abgesperrt. Proteste gab es dort bisher nicht.
Proteste gab es am frühen Morgen rund um den Hafen nicht. Aktivisten hatten das Schiff offenbar erst später am Tag erwartet. Atomkraft-Gegner Christian Völker kritisiert Castor-Transporte generell: „Das Narrativ ist: Wir müssen es wieder zurücknehmen. Aber es wird wieder Zeug durch die Gegend gekarrt, damit sind wieder Gefahren verbunden und es gibt wieder kein Endlager-Konzept“, sagte er NDR Schleswig-Holstein.
16.06.2026 05:00 Uhr
Polizei sichert den Hafen

Die Polizei ist mit mehreren Fahrzeugen und zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Sie wird den Transport auch auf der Straße begleiten.
Die Polizei sperrt mit mit mehreren Einsatzfahrzeugen die Zufahrten zum Hafen ab. Auch Wasserschutzpolizei und Küstenwache sind mit Booten vor Ort. Die Einsatzkräfte sind auf Proteste vorbereitet und beobachten mögliche Aufrufe im Internet.
16.06.2026 04:41 Uhr
Schiff hat Brunsbüttel erreicht

Das blaue Transportschiff „Pacific Grebe“ liegt in der Morgendämmerung in Brunsbüttel.
Das Spezialschiff „Pacific Grebe“ hat am frühen Dienstagmorgen im Hafen von Brunsbüttel angelegt. Nach Angaben der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) transportiert das Schiff sieben Behälter mit radioaktivem Müll, der aus einer Wiederaufbereitungsanlage in Großbritannien stammt.

Der radioaktive Abfall soll nach Brokdorf gebracht werden. Dort protestierten am Dienstag Menschen gegen Atomkraft.