Nach dem am Ende klaren Sieg sah es für Frankreich lange nicht aus. Im Gegenteil, Senegal hätte nach der ersten Halbzeit auch 2:0 in Führung liegen können. In der 25. Minute hatte Nicolas Jackson, zuletzt beim FC Bayern Ersatzstürmer für Harry Kane, schon fast für die senegalesische Führung gesorgt. Doch der 24-Jährige traf nur den linken Pfosten, ehe der Ball vom Rücken von Frankreichs Torwart Mike Maignan ins Aus ging.

Nicolas Jackson: Der Stürmer traf für Senegal nur den Pfosten. (Quelle: Dylan Martinez/reuters)
Die zweite Großchance für Senegal ging dann kurz vor Ende der ersten Halbzeit daneben: Ex-Bayernstürmer Sadio Mané hatte von der linken Seite in die Strafraummitte geflankt. Der Ball rutschte dann allerdings Ismaïla Sarr über den rechten Fuß.
Frankreich war bis zu diesem Zeitpunkt wenig gelungen. Kapitän Kylian Mbappé wurde immer wieder mit tiefen Pässen auf die Reise geschickt, blieb aber bis dahin weitestgehend wirkungslos. Die anfänglichen Gesänge der französischen Fans („Allez les Bleus“), verstummten dann auch im Verlaufe der ersten Halbzeit.
Sinnbildlich für Frankreichs schwache erste Halbzeit waren zwei Szenen in der Nachspielzeit: Frankreichs Désiré Doué hatte per Hackentrick den Ball in der eigenen Hälfte vertändelt. Kurz davor entstand die größte Torchance Frankreichs dadurch, dass Senegals Innenverteidiger Kalidou Koulibaly eine harmlose Flanke fast ins eigene Tor gelenkt hatte.
„Je mehr er den Ball berührt, desto besser“
In der zweiten Halbzeit zeigte sich Frankreich dann offensiv völlig verändert, nachdem Olise und Dembélé die Positionen gewechselt hatten. Immer wieder suchte der Bayernstürmer aus der Mitte mit seinen Pässen Mbappé, der dann in der 66. Minute zur Führung traf.
Auch Frankreichs Trainer Didier Deschamps sah in dem Positionswechsel von Olise die entscheidende Wende des Spiels. „Je mehr er den Ball berührt, desto besser“, sagte Deschamps dazu in der Pressekonferenz nach der Partie. Olise habe dafür gesorgt, dass die Mannschaftsteile besser miteinander verbunden wurden. Dazu sei Mbappé vor dem Tor „brutal effizient“ gewesen.
Kurz vor der Führung hatte es noch mehrere Minuten Verwirrung um einen mutmaßlichen Elfmeter gegeben: Frankreichs Kapitän war im Strafraum zu Fall gekommen. Doch der australische Schiedsrichter Alireza Faghani entschied nach Überprüfung der Videoaufnahmen auf Abstoß. Ex-Bayern Profi Thomas Müller nannte die Entscheidung bei Magenta TV „skandalös“.
Jackson trifft aus dem Abseits
Senegal hatte zu diesem Zeitpunkt immer weniger Frankreich entgegenzusetzen. Ein Tor der Afrikaner durch Jackson wurde in der 68. Minute nicht gegeben, weil der Stürmer im Abseits stand.
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