Auf die Frage, ob dies bedeute, dass bereits nächste Woche eine formelle Anfechtung erfolgen würde, stimmte Herr Streeting dieser Einschätzung zu.

Laut Sky News könnte dieses Szenario eintreten, wenn der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, die Nachwahl in Makerfield am 18. Juni gewinnt und damit ins britische Parlament zurückkehrt.

Der frühere Gesundheitsminister Streeting, der zuvor seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatte, falls es zu einem solchen Rennen käme, sagte, er wolle, dass Premierminister Starmer die Entscheidung nach Prüfung der aktuellen Lage selbst treffe.

Streeting bekräftigte zwar seinen anhaltenden Respekt vor dem Labour-Chef, regte aber gleichzeitig an, dass Starmer seine Rolle überdenken müsse. Der ehemalige britische Minister erklärte sich zudem bereit, mit Andy Burnham zusammenzuarbeiten, ließ jedoch die Möglichkeit eines direkten Wettbewerbs zwischen den beiden offen, sollte es zu einer Wahl um den Parteivorsitz kommen.

„Ich denke, die Labour-Partei braucht eine echte Debatte. Es muss ein Wettbewerb der Ideen sein, nicht nur ein Wettstreit um Einzelpersonen. Ich beabsichtige, mich an diesem Wettstreit zu beteiligen“, sagte Streeting.

Der britische Politiker hatte zuvor wiederholt den Regierungsstil von Premierminister Starmer kritisiert. In seinem jüngsten Interview argumentierte Streeting, der Regierungschef habe die Meinungen seiner Kollegen, des Militärs, der NATO-Verbündeten, der Labour-Abgeordneten und der Wähler nicht ausreichend berücksichtigt.

Laut dem ehemaligen Gesundheitsminister sind die Ergebnisse der Kommunalwahlen im Mai 2026 eine ernstzunehmende Warnung an die Labour-Partei. Bei dieser Wahl verlor die Regierungspartei Hunderte von Sitzen in den englischen Gemeinderäten und konnte erstmals bei den Wahlen zum walisischen Parlament nicht den ersten Platz belegen.

„Ich glaube, dies ist eine Frage von Leben und Tod für die Labour Party. Wir müssen die Reformpartei bei den nächsten Parlamentswahlen besiegen“, erklärte Streeting.

Premierminister Keir Starmer seinerseits bekräftigte, dass er nicht die Absicht habe, Downing Street zu verlassen, und dass er weiterkämpfen werde, falls er in einen Machtkampf um die Parteiführung eintreten müsse.

Quelle: https://baoquocte.vn/cuu-bo-truong-streeting-thu-tuong-anh-starmer-co-the-doi-mat-cuoc-dua-vi-tri-lanh-dao-moi-ngay-trong-tuan-toi-407337.html