Eiflerin gibt Tipps für die Studienzeit

Diese RWTH-Überfliegerin gehört zu den besten Absolventen

Aktualisiert am 17.06.2026 – 04:57 UhrLesedauer: 3 Min.

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Anna Marx: Mit Auszeichnung durchs RWTH-Studium – und jetzt Projektingenieurin. (Quelle: RWTH Aachen/Sven Wamig)

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Vom Bauernhof in Rollesbroich an die Elite-Uni: Anna Marx begeisterte sich für Textiltechnik als Werkstoff der Zukunft. Beim Graduiertenfest wird ihr Erfolg offiziell gekrönt.

Wenn Anna Marx über Textilien spricht, meint sie keine T-Shirts oder Jacken. Die 25-Jährige denkt dann eher an Herzklappen, Leichtbauteile für Autos oder Verbundwerkstoffe. Textilien sind für sie ein Werkstoff der Zukunft. Mit dieser Begeisterung hat die junge Eifelerin ihren Master in Maschinenbau mit der Fachrichtung Textiltechnik an der RWTH Aachen abgeschlossen – mit Auszeichnung.

Beim Graduiertenfest der Universität hat die Absolventin diesen Erfolg gerade gemeinsam mit ihrer Familie gefeiert. Das traditionelle Werfen der Absolventenhüte als sichtbares Zeichen für das Ende eines langen Studienwegs war dabei der Moment, auf den sie sich am meisten gefreut hat.

Geboren auf einem Bauernhof in der Eifel

Anna Marx stammt aus Rollesbroich in der Eifel. Technik spielte in ihrem Leben schon früh eine wichtige Rolle. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern gehörten Maschinen zum Alltag. Kühe melken, Traktor fahren, technische Abläufe verstehen.

Dass sie später einmal im Maschinenbau arbeiten wollte, stand deshalb auch schon früh fest. In der Schule hatte sich gezeigt: Naturwissenschaftliche Fächer lagen ihr. Die Frage war für sie lediglich, welche Universität die richtige sein würde. „Ich wollte ein anspruchsvolles Studium absolvieren“, sagte Marx auf dem Graduiertenfest. Und weil die RWTH für ihre hohen Anforderungen bekannt ist, und ein Abschluss an der sogenannten Elite-Uni großes Ansehen genießt, stand die Wahl für Marx schnell fest.

Während des Studiums erhielt sie Unterstützung von ihrer Familie. Ihre Mutter Ursula Marx sagte auf dem Fest: „Unsere Kinder sollten immer selbst entscheiden, was sie machen möchten.“ Wichtig sei vor allem, Freude an dem zu haben, was man tue.

2019 begann Marx ihr Maschinenbau-Studium

2019 begann Anna Marx also ihr Maschinenbau-Studium. Was sie daran besonders faszinierte? Die Vielfalt der Fachrichtung: Mechanik, Thermodynamik, Informatik, Chemie und Physik greifen hier ineinander. Gerade dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen machte für sie den Reiz des Fachs aus.

Graduiertenfest an der RWTH Aachen: Für Anna Marx der Moment, in dem sich das Durchbeißen gelohnt hat.Vergrößern des BildesGraduiertenfest an der RWTH Aachen: Für Anna Marx der Moment, in dem sich das Durchbeißen gelohnt hat. (Quelle: RWTH Aachen/ANDREAS SCHMITTER)

Zwar interessierte sich Marx zunächst vor allem für Produktentwicklung, doch als sie dann die Arbeit des Instituts für Textiltechnik (ITA) kennenlernte, wurde ihr klar, dass diese Fachrichtung genau das Richtige ist.

Der Zusammenhalt unter den Studierenden sei etwas Besonderes gewesen. Freundschaften und gegenseitige Unterstützung hätten ihren Studienalltag geprägt. Doch kurz nach ihrem Studienstart veränderte die Corona-Pandemie jedoch den Hochschulalltag grundlegend. Hörsäle blieben leer, Lerngruppen wechselten ins Digitale, persönliche Kontakte brachen weg. Für eine Studentin im ersten Jahr bedeutete das eine besondere Herausforderung.