Sein Wille eisern, seine Waden hart wie Stahl. Jakob Alberti liebt das Leben, die Freiheit und ganz besonders das Radfahren. Diese Kombination war es wohl, die den im Karlsruher Stadtteil Rüppurr aufgewachsenen 26-Jährigen im Jahr 2024 zu einer ganz besonderen Herausforderung anstachelten.

Nichts Geringeres als eine Weltreise auf zwei Rädern sollte es sein – und nun, knapp zwei Jahre später – ist der junge Mann tatsächlich an seinem Ziel angekommen: Houston (Texas/USA) – und das pünktlich zum WM-Beginn. 21 Monate strampelte Alberti immer Richtung Osten. Dabei spulte er unfassbare 25.000 Kilometer herunter, sah 27 Länder auf vier Kontinenten. Der SWR berichtete zuerst.

Film-Doku gab Anreiz zum großen Abenteuer

Auf seinem Weg ins Glück hörte er zahlreiche Sprachen: Von Baden-Württemberg ging es über Länder wie Österreich, die Balkanstaaten, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Indien, Thailand, Australien bis hin in die USA. Gegenüber BILD ließ sich der Reiselustige zu einem Schnellfazit hinreißen: „Größere Schwierigkeiten gab es nicht. Nervig war nur, wenn ich mehrmals am Tag Platten hatte.“ Im Gepäck durfte eines übrigens nicht fehlen: ein Trikot seines Herzensvereins, des Karlsruher SC.

Doch wie kommt man auf die völlig verrückte Idee, von Baden in die große weite Welt hinauszuradeln? Die reifte nach einem Film über einen Radreisenden in Afrika. Alberti war wie verschossen in die Vorstellung, unabhängig zu sein – und beschloss kurzerhand sein eigenes Projekt Weltreise. Dafür schuftete er extra hart während seines Studiums im Marketing. Am 18. August 2024 legte er los. Immer mit von der Partie waren seine treuen Begleiter auf Instagram, die er wortwörtlich über „Tritt und Schritt“ auf dem Laufenden hielt.

Spätestens an Weihnachten soll es sich ausgestrampelt haben

Besonders beeindruckt habe ihn die Gastfreundschaft, die er erfahren habe. Nicht selten bekam er Schlafplatz, Essen und Trinken angeboten. In Indien sollen ihn die Leute sogar um Selfies gebeten haben. Besonders kurios: Alberti scheint mit seiner Radliebe noch nicht einmal ausgelastet zu sein, denn in jedem Land läuft er zusätzlich noch einen Marathon, weil sich auf diese Weise die Städte gut erkunden ließen, wie er BILD verriet.

Startschuss von Albertis langer Reise war die Karlsruher Pyramide am Marktplatz. (Archivbild)

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Startschuss von Albertis langer Reise war die Karlsruher Pyramide am Marktplatz. (Archivbild)
Foto: Emelie Stump

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Startschuss von Albertis langer Reise war die Karlsruher Pyramide am Marktplatz. (Archivbild)
Foto: Emelie Stump

Zuletzt ging es übrigens schlappe 2.500 Kilometer durch die Wüste nach Houston, wo die deutsche Nationalmannschaft am Sonntagabend gegen Außenseiter Curacao ihren WM-Auftakt feiert. Bei Ticketpreisen von umgerechnet 347 Euro tippt der Badener auf ein optimistisches 5 oder 6 zu 0. Nach der WM geht es zurück nach Karlsruhe – mit dem Rad selbstverständlich. Für Oktober, spätestens zu Weihnachten, peilt er eine Zusammenkunft bei seiner Familie an. Sportlich!