
Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas. Foto: EP.
In einer Rede vor dem Europäischen Parlament über die angeblichen Drohneneindringungen in den rumänischen, baltischen und finnischen Luftraum erklärte Kallas, dass Europa einer vielschichtigen Bedrohung ausgesetzt sei, darunter Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Sabotageakte und Vorfälle mit Drohnen.
Laut ihrer Aussage zielen diese Aktionen darauf ab, die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und Europas Entschlossenheit auf die Probe zu stellen. Daher müsse die EU ihre Fähigkeit zur Reaktion auf Provokationen gegen ihr Territorium stärken und gleichzeitig die Maßnahmen zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen intensivieren, ihre Fähigkeit zur Lagebeobachtung verbessern, kritische Infrastrukturen schützen und die Quellen der Feindseligkeiten schnell identifizieren.
Kallas forderte außerdem Investitionen in kosteneffiziente Luftverteidigungssysteme und argumentierte, dass der Einsatz von Abfangraketen, die rund 1 Million Euro kosten, zur Bekämpfung von Drohnen, die nur wenige tausend Euro kosten, nicht tragbar sei.

Die Europäische Union (EU) stärkt ihre Verteidigungsfähigkeiten. Foto: AP.
Mit Blick auf die Bemühungen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der EU erklärte sie, dass die von Lettland, Kroatien und den Niederlanden angeführten Kooperationsinitiativen zur Entwicklung von Drohnenkapazitäten positive Ergebnisse erzielen, wobei die praktischen Erfahrungen aus der Ukraine eine entscheidende Rolle spielen. Sie begrüßte zudem die erhöhten Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten und die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Drohnenabwehr, betonte aber, dass „noch mehr getan werden muss“.
Im Vorfeld des bevorstehenden NATO-Gipfels bekräftigte Kallas, dass die NATO weiterhin eine zentrale Rolle bei der kollektiven Verteidigung spiele und die militärischen Operationen des Bündnisses leite, während sich die EU-Initiativen auf die Verbesserung der Kampfbereitschaft und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten, insbesondere an der Ostflanke, konzentrierten.
Der hochrangige Vertreter der EU betonte außerdem die Notwendigkeit einer engeren Koordinierung zwischen der EU und der NATO bei der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle, der Stärkung der Abschreckungsfähigkeiten und der Bekämpfung feindlicher Informationskampagnen durch strategische Kommunikation.
Thu Uyen
Quelle: https://baothanhhoa.vn/dai-dien-cap-cao-eu-nato-van-la-nen-tang-cua-phong-thu-tap-the-291362.htm