In der Reihe Kunst & Live fand im Kunstmuseum Singen ein außergewöhnliches Konzert des Trios Le Cercle Rouge statt. Harald Kimmig (Violine), Sascha Henkel (Gitarre und Elektronik) und Christian Weber (Kontrabass) musizierten mitten in der Ausstellung Singen Kunst 2026 „Grenzenlos“.

Debütalbum „mi-zu-no-o-to“ präsentiert

Der Abend war auch deshalb besonders, weil die Musiker ihr Debütalbum „mi-zu-no-o-to“ präsentierten. Der japanische Titel bedeutet „Geräusch des Wassers“. Das bei Wide Ear Records erschienene Album versteht Musik als einen flüchtigen und zugleich bleibenden Moment. Die Ausstellung vereint fünfzehn künstlerische Positionen aus der grenzüberschreitenden Bodenseeregion. Gegenständliche und abstrakte, figurative und konzeptionelle Arbeiten treten hier in einen offenen Dialog. Auch die Musik von Le Cercle Rouge wurde Teil dieses Dialogs.

Das Trio entstand im Herbst 2020 als experimentelles Projekt. Seine Musik bewegt sich zwischen Jazz, zeitgenössischer Musik, experimenteller Elektroakustik und freier Improvisation. Die Kompositionen entstehen ausschließlich im Moment des Spiels – als lebendiger Dialog zwischen drei Musikern. Dabei spielen ebenso Stille, Geräusche, Klangfarben und die Akustik des Raumes eine Rolle.

Zuhörer zugleich verblüfft und verzaubert

Im Saal herrschte beinahe absolute Stille. Die ungewöhnlichen Klänge der Instrumente lösten Empfindungen aus, die an Momente der Erkenntnis erinnerten. Die Zuhörer wirkten zugleich verblüfft und verzaubert. Es schien, als entstünde die Musik genau in diesem Augenblick. Jeder Klang wurde zur Antwort auf das Spiel der anderen.

Im Saal im Kunstmuseum herrscht beinahe absolute Stille. Die ungewöhnlichen Klänge der Instrumente lösen Empfindungen aus, die an Momente der Erkenntnis erinnern.

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Im Saal im Kunstmuseum herrscht beinahe absolute Stille. Die ungewöhnlichen Klänge der Instrumente lösen Empfindungen aus, die an Momente der Erkenntnis erinnern.
Foto: Valentyna Muradkhanian

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Im Saal im Kunstmuseum herrscht beinahe absolute Stille. Die ungewöhnlichen Klänge der Instrumente lösen Empfindungen aus, die an Momente der Erkenntnis erinnern.
Foto: Valentyna Muradkhanian

Das Konzert glich einer Meditation, einer Reise über die gewohnten Grenzen von Musik und Kunst hinaus. Gemeinsam mit den Musikern und den ausgestellten Werken bildeten die Zuhörer einen künstlerischen Raum, in dem die Grenzen zwischen den Kunstformen verschwanden. Gerade dadurch erhielt der Titel der Ausstellung „Grenzenlos“ seine tiefere Bedeutung. Die Musik von Le Cercle Rouge zeigte, dass wahre Kunst keine Grenzen kennt – vielleicht auch im Leben nicht.