Newsblog zum Krieg in der Ukraine

An mehr als 7.000 Standorten: Russland muss Benzin rationieren

Aktualisiert am 17.06.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 15 Min.

Feuer in einem Öldepot nach einem ukrainischen Angriff (Symbolbild): Russland meldet neue Drohnenattacken.Vergrößern des Bildes

Feuer in einem Öldepot nach einem ukrainischen Angriff: Russland muss wohl die Herausgabe von Treibstoff einschränken. (Quelle: IMAGO/Evgeny Biyatov/imago)

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Die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölindustrie zeigen Wirkung. Die Bundesregierung spricht über Verhandlungen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Inhaltsverzeichnis

Russland muss Benzin rationieren

Russland hat nach Berichten unabhängiger Medien den Verkauf von Kraftstoff an vielen Tankstellen eingeschränkt. Die Rechercheplattform „Agentstwo“ berichtet, dass Tankstellennetze mit zusammen mindestens 7.000 Standorten in mehr als 70 Regionen Beschränkungen eingeführt hätten. Demnach gelten teils Obergrenzen für den Kauf von Benzin und Diesel, außerdem sei der Verkauf in Kanistern an zahlreichen Stationen untersagt worden.

Besonders angespannt soll die Lage auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sowie in den besetzten ukrainischen Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson sein. Dort werde Treibstoff teilweise nur eingeschränkt verkauft, berichtet „Agentstwo“.

Hintergrund ist nach russischen Angaben eine angespannte Versorgungslage infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur. Das russische Energieministerium räumte zuletzt „vorübergehende Schwierigkeiten“ bei der Kraftstoffversorgung in mehreren Regionen ein. Ein eigens eingerichteter Krisenstab soll die Versorgung stabilisieren.

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Bundesregierung: Russland kann Krieg nicht gewinnen

Die schwindenden militärischen Aussichten Russlands im Ukraine-Krieg machen nach Einschätzung der Bundesregierung Friedensverhandlungen wahrscheinlicher. Ein Regierungssprecher in Berlin sagte: „Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Das wird immer deutlicher.“ Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit den G7-Partnern diese Dynamik nutzen, um einen neuen Anlauf für ernsthafte Friedensgespräche zu nehmen. Russland zeige bisher jedoch keine Verhandlungsbereitschaft.

imago images 0859260190Vergrößern des BildesWladimir Putin: Die Bundesregierung glaubt, dass er bald in Verhandlungen treten muss. (Quelle: IMAGO/Vyacheslav Prokofyev/imago)

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