Standdatum: 17. Juni 2026.

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Mehrere reduzierte Tafeln Milka-Schokolade liegen in einem Supermarkt.

Milka-Hersteller Mondelez streitet in Bremen vor Gericht gegen den Vorwurf, seine Schokolade als „Mogelpackung“ verkauft zu haben.

Bild: Imago | Swaantje Hehmann

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Weniger Schoko, fast gleiche Verpackung: Verbraucherschützer klagten dagegen, und das Landgericht gab ihnen recht. Doch nun hat Mondelez Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Das Verfahren um die Milka-Schokoladentafel des Mondelez-Konzerns, dessen Verwaltung in Bremen sitzt, geht damit in die zweite Instanz. Der Hersteller legte Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Bremen ein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Zuerst hatte die „Lebensmittelzeitung“ berichtet.

Nun wird sich das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen mit der Frage beschäftigen, ob es sich bei der Tafel um eine Mogelpackung handelt oder nicht.

Gewicht vieler Tafeln reduziert

Der Hintergrund: Viele Milka-Tafeln wiegen nur noch 90 statt 100 Gramm, an der Verpackung hatte sich jedoch kaum etwas geändert. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisierte daher, dass Kunden in die Irre geführt wurden. Sie klagte wegen unlauteren Wettbewerbs.

Der Hersteller Mondelez wehrte sich: Die neue Grammangabe stehe auf der Vorder- und Rückseite der Schokoladentafel. Das Landgericht gab aber der Verbraucherzentrale recht. Der Kunde könne im Laden kaum einen Unterschied erkennen, argumentierte der Richter. Die neue Tafel mit weniger Inhalt verstoße gegen das Wettbewerbsrecht.

Wann das neue Verfahren vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen beginnt, ist noch unklar.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Rundschau, 17. Juni 2026, 16 Uhr