Er ist der derzeit erfolgreichste und bekannteste Musiker der Welt – und gibt die einzigen Deutschland-Konzerte seiner Welttournee am Wochenende in Düsseldorf. Benito Antonio Martínez Ocasio, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Bad Bunny, tritt am Samstag und Sonntag (20. und 21. Juni) in der Merkur Spiel-Arena auf. Nachdem er zuletzt in Barcelona und Madrid auftrat, führt ihn seine „DeBÍ TiRAR MáS FOToS World Tour“ nun an den Rhein. Fans aus aller Welt werden dazu in Düsseldorf erwartet, um einen Blick auf den weltberühmten Reggaeton-Sänger zu erhaschen – aber nicht nur zum Konzert in der Arena, sondern auch in der Stadt werden sie zu sehen sein. Denn um die Auftritte herum gibt es zahlreiche Events. Wir sagen, wo –und beantworten die wichtigsten Fragen zu den Konzerten von Bad Bunny in Düsseldorf.
Auf offiziellen Plattformen ist das Konzert restlos ausverkauft. Zwar werden auf Online-Ticketbörsen noch Karten zu teils stark erhöhten Preisen angeboten. Solche Angebote sind aber mit Vorsicht zu betrachten. So berichteten zwei Düsseldorferinnen unserer Redaktion, wie sie jüngst bei einem versuchten Ticketkauf auf der Plattform Ebay betrogen wurden. Die Verbraucherzentrale warnt daher, Tickets über solche Resale-Plattformen online zu beziehen.
In der Arena werden 40.000 Besucher erwartet. Offizielle Auswertungen, von wo die Fans nach Düsseldorf reisen, hat D.Live nicht – die Stadttochter vermietet nur die Arena und ist nicht der Veranstalter. „Wir gehen aber davon aus, dass viele Menschen aus dem Ausland anreisen werden“, sagt eine Sprecherin. Das haben Erfahrungen bei Konzerten in der Vergangenheit bereits gezeigt, dafür spreche zudem auch die aktuell sehr große Popularität des Künstlers.
Arenabetreiber D.Live empfiehlt Fans die Konzert-Anreise zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem ÖPNV. Zudem seien ausreichend Parkflächen für Autos um die Arena vorhanden. Mit dem ÖPNV stehen gleich mehrere Optionen zur Wahl. Von der Innenstadt aus (unter anderem vom Hauptbahnhof und der Heinrich-Heine-Allee) fährt die Stadtbahnlinie U78 direkt bis zur Haltestelle „Merkur Spiel-Arena/Messe Nord“. Vom Flughafen aus empfiehlt es sich, zunächst mit der Buslinie 721 und anschließend mit der Buslinie 722 zur Haltestelle „Stadthalle“ zu fahren, von dort aus sind es nur noch wenige Hundert Meter zu Fuß bis zur Arena. Alternativ mit dem Bus bis zur Haltestelle „D-Am Hain“ und dann in die Stadtbahnlinie umsteigen.
Auch vor und nach den Konzerten finden einige Veranstaltungen für Fans von Bad Bunny statt. Die offizielle „Pre Party“ des Veranstalters Caffeina beginnt ab 13 Uhr im Warsteiner-Biergarten direkt an der Arena. Tickets dafür sind allerdings nicht mehr erhältlich.
Die Gastronomen der Stadt haben sich am Samstag (20. Juni) ebenfalls mit Latin-Partys auf den Besuch von Bad Bunny in Düsseldorf eingestellt, darunter das Sol y luna in der Mertensgasse oder die Eventlocation Sonnendeck am Niederkasseler Deich. Und auch einige Clubs in der Stadt (Rudas Studios, Tor 3) veranstalten am Wochenende im Nachgang zum Konzert „offizielle Bad Bunny Partys“. Weitere Informationen dazu gibt es auf den Webseiten und den jeweiligen Instagram-Kanälen.
Bereits ab Mittwoch steht zudem ein Truck auf dem Parkplatz der Rheinterrassen, der Merchandise von Bad Bunny für Fans anbietet, die kein Konzertticket haben. Am Donnerstag wird dieser von 11 bis 17 Uhr geöffnet haben, am Freitag von 12 bis 20 Uhr, ehe dieser zur Arena weiterzieht.
Am Freitagabend findet auf dem Blumengroßmarkt (Ulmenstraße 275) zwischen 17 und 23 Uhr zudem ein lateinamerikanischer Nachtmarkt inklusive Festival unter dem Namen „Colores“ statt. Bad Bunny ist insbesondere bei lateinamerikanischen Fans beliebt.
Sie ist das Herzstück jedes Bühnenbildes bei einem Bad-Bunny-Konzert: die „Casita“, ein kleines rosafarbenes Haus, das den typischen Wohnhäusern Puerto Ricos nachempfunden ist. Sie soll eine der politischen Botschaften Bad Bunnys verkörpern und an die koloniale Geschichte Puerto Ricos und der Unterdrückung der afro-karibischen Bevölkerung im Kontext der Sklaverei erinnern.
Darüber gab es zuletzt aber auch Kontroversen. So waren bei vergangenen Konzerten etwa Stars wie Schauspieler Pedro Pascal oder Fußballstar Kylian Mbappé zu sehen, die in der „Casita“ auf der Bühne exklusiv feierten – neben Frauen, die womöglich dafür vorab aus dem Publikum ausgesucht und auf die Bühne eingeladen wurden. Das zumindest berichteten Influencerinnen in den sozialen Medien und kritisierten das Frauenbild oder etwaige Schönheitsideale, die damit womöglich vermittelt werden.
Ob es eine „Casita“ auch in Düsseldorf geben wird, dazu machte D.Live keine Angaben. „Die gesamte künstlerische Gestaltung obliegt ausschließlich der Produktion und somit dem Künstler“, sagte Geschäftsführer Michael Brill.
Auch zu der Setliste liegen keine Informationen vor. Als Vorband ist die puerto-ricanische Indie-Band Chuwi angekündigt.