Bielefeld. Die „Woche für Pflegende Angehörige“ findet in diesem Jahr zum zwölften Mal statt – allerdings erstmals mit Oberbürgermeisterin Christiana Bauer und Pastor Bartolt Haase, dem Vorstandsvorsitzenden der v. Bodelschwinghschen Stiftung Bethel, als Schirmherren. Sie übernehmen diese Funktion von ihren Vorgängern Pit Clausen und Pastor Ulrich Pohl und wollen vom 17. bis zum 24. September an eine langjährige Tradition anknüpfen.
Für Bauer sei schnell klar gewesen, dass sie diese wichtige Aufgabe übernehmen möchte. Auch Haase berichtet davon, dass er schon im vergangenen Jahr am Gala-Diner mitgewirkt habe – und er ist froh, „diese wichtige Initiative nun als Schirmherr zu begleiten“.
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Gemeinsam setzen die Kooperationspartner ein Zeichen der Anerkennung, Entlastung und Unterstützung für pflegende Angehörige. „Sie leisten Tag für Tag Enormes, oft still, selbstverständlich und jenseits öffentlicher Aufmerksamkeit“, betont Christiana Bauer. Ein vergleichbares Projekt gebe es bisher nur in Berlin.
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Die Anerkennung ist noch wichtiger als je zuvor
Haase hebt die Relevanz der Aktionswoche hervor. Vor dem Hintergrund der politischen Debatte über Pflege und Einsparungen müsse man dieser sensiblen Zielgruppe besondere Beachtung schenken. Man dürfe nicht am falschen Ende sparen und Menschen verärgern, die sehr viel leisten. „Pflege von Angehörigen ist nicht nur eine private Aufgabe, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung“, fügt er hinzu.
In Bielefeld leben mehr als 20.000 pflegebedürftige Menschen, von denen nur 11,8 Prozent in einem Heim versorgt werden. Der weitaus größere Teil – 17.000 Menschen – wird ambulant versorgt, 12.000 davon ohne jegliche Unterstützung eines Pflegedienstes. Haase begegnet in den Einrichtungen der Stiftungen vielen Pflegenden Angehörigen. Er betont, dass es nicht nur um ältere Menschen geht. Auch Eltern, die ein Kind mit Behinderung pflegen, gehören zu dieser Gruppe. Christiana Bauer nennt sie den „größten Pflegedienst der Nation“.
Das Programm der diesjährigen Aktionswoche
Bauer und Haase wollen das breite Portfolio übernehmen und Angebote weiter an die Bedürfnisse der Zielgruppe anpassen. Deshalb gibt es auch in diesem Jahr sowohl kulturelle als auch unterstützende Angebote. Aufgrund der positiven Resonanz im letzten Jahr bildet die Generalprobe eines Theaterstücks in diesem Jahr den Auftakt. Auch das Gala Dinner, das Danke-Frühstück und das gemeinsame Singen gehören zu den Hauptveranstaltungen.
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Diese werden durch zahlreiche Angebote ergänzt. Lachyoga und gemeinsames Kochen bieten Raum für Austausch und Ausgleich. Andere Kurse, wie die Hospizsprechstunde und ein Letze Hilfe Kurs, sind hingegen Unterstützungsangebote. Genauere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen können auf der Webseite der Aktionswoche für Pflegende Angehörige nachgelesen werden. Analog informieren auch Plakate und Flyer über das Programm. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung bis zum 6. August erforderlich. Die Veranstaltungen sind alle kostenlos.