Ukrainischer Minister
„Für die Russen beginnt eine Hölle“
17.06.2026 – 18:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (M.): Sein Ministerium habe jetzt schon mehr Drohnen beschafft als im gesamten Vorjahr. (Quelle: IMAGO/Danylo Antoniuk)
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Seit Wochen nehmen die Ukrainer russische Tanklaster ins Visier. Das sei aber nur der Anfang, droht jetzt der ukrainische Verteidigungsminister.
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat eine Isolation der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mittels Drohnenangriffen angekündigt. „Es sieht so aus, als ob sich die Krim in Kürze in eine Insel verwandelt“, sagte der Minister in einem Interview.
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Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein „Fenster der Möglichkeiten“. „Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden“, kündigte Fedorow an. Das betreffe nicht nur die Krim, sondern auch die Ostukraine.
Bereits mehr Drohnen als im Vorjahr eingekauft
Die Beeinträchtigungen der russischen Logistik haben demnach bereits direkte Auswirkungen auf die Zahl der russischen Angriffe entlang der Frontlinie. Während der Urlaubssaison werde die Krim – ein bei russischen Touristen beliebtes Reiseziel – in diesem Jahr nur von ukrainischen Drohen erkundet, sagte er dabei sarkastisch.
Innerhalb von vier Monaten habe sein Ministerium dabei mehr Drohnen eingekauft als im gesamten Vorjahr. Bei Drohnen mit Glasfaserverbindung und mittlerer Reichweite habe man bereits das Dreifache der Vorjahresmenge erreicht. „Das sind Hunderttausende Drohnen mittlerer Reichweite“, sagte Fedorow, der seit Januar im Amt ist. Mit diesen Drohnen nimmt die Ukraine seit mehreren Wochen die Nachschubwege der russischen Armee im besetzten Süden der Ukraine und auf der Halbinsel Krim unter Beschuss.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen die von Russland betriebene Invasion. Die Krim hat Moskau dabei bereits 2014 annektiert. Nun beansprucht Russland weitere ukrainische Gebiete. Zuletzt hatte Kiew mit Drohnenangriffen teils tief im russischen Hinterland Engpässe beim Treibstoff erzeugt. Dennoch verschlechtert sich die Lage ukrainischer Truppen im Gebiet Donezk weiter und die Stadt Kostjantyniwka droht zu fallen.
