Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj will die Patriot-Baupläne

Aktualisiert am 17.06.2026 – 23:11 UhrLesedauer: 15 Min.

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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, vor dem Flugabwehrraketensystem «Patriot» auf einem Truppenübungsplatz. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

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Die Ukraine will die Patriot-Abwehsysteme slbets produzieren. Die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölindustrie zeigen Wirkung. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Selenskyj will Patriot-Abwehr selbst bauen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den USA vorgeschlagen, der Ukraine die Baupläne für die Patriot-Raketenabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen. Sein Land könne die Systems dann selbst herstellen. „Ich habe mit Trump über die Übertragung von Lizenzen zur Herstellung dieser Systeme gesprochen“, sagte Selenskyj nach ihrem Treffen am Rande des Gipfels. „Der US-Präsident reagierte positiv.“

„Unser Team wird daran arbeiten. So Gott will, werden wir diesmal die Lizenzen zur Herstellung der entsprechenden Raketenabwehrsysteme und Raketen erhalten“, sagte Selenskyj weiter.

Das Luftverteidigungssystem Patriot ist nach wie vor das einzige Boden-Luft-Raketensystem im Arsenal der Ukraine, das in der Lage ist, der Bedrohung durch russische ballistische Raketen wirksam entgegenzutreten. Die von den US-Unternehmen Raytheon und Lockheed Martin hergestellten Patriot-Systeme werden seit Langem von den Verbündeten der USA genutzt – insbesondere in den Golfstaaten, aber auch von der Ukraine.

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EU hat diplomatische „Kontakte“ mit Kreml aufgenommen

Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat in den vergangenen Wochen diplomatischen Kontakt mit dem Kreml aufgenommen. Es seien „kurze Kontakte“ auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um „Kommunikationskanäle zu öffnen“ teilte ein EU-Beamter am Mittwoch mit. Dabei sei nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu.

Russland muss Benzin rationieren

Russland hat nach Berichten unabhängiger Medien den Verkauf von Kraftstoff an vielen Tankstellen eingeschränkt. Die Rechercheplattform „Agentstwo“ berichtet, dass Tankstellennetze mit zusammen mindestens 7.000 Standorten in mehr als 70 Regionen Beschränkungen eingeführt hätten. Demnach gelten teils Obergrenzen für den Kauf von Benzin und Diesel, außerdem sei der Verkauf in Kanistern an zahlreichen Stationen untersagt worden.

Besonders angespannt soll die Lage auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sowie in den besetzten ukrainischen Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson sein. Dort werde Treibstoff teilweise nur eingeschränkt verkauft, berichtet „Agentstwo“.

Hintergrund ist nach russischen Angaben eine angespannte Versorgungslage infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur. Das russische Energieministerium räumte zuletzt „vorübergehende Schwierigkeiten“ bei der Kraftstoffversorgung in mehreren Regionen ein. Ein eigens eingerichteter Krisenstab soll die Versorgung stabilisieren.

Interview zum Iran-Deal: „Das ist schon irre“

Donald Trump zieht sich aus dem Iran-Krieg zurück, ohne seine Kriegsziele erreicht zu haben. Wladimir Putin kämpft dagegen geschwächt weiter in der Ukraine. Der Topdiplomat und frühere Merkel-Berater Christoph Heusgen sieht klare Verlierer dieser Krisen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.