Nach jahrelangen harten Verhandlungen hatten sich die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran am 14. Juli 2015 in Wien auf ein Abkommen geeinigt, das Teheran vom Aufbau einer Atomstreitmacht abbringen sollte. Die Hardliner des Landes kritisierten das Abkommen als Kompromiss. Donald Trump hatte das Atom-Abkommen 2018 während seiner ersten Amtszeit einseitig aufgekündigt und scharfe Sanktionen verhängt, die den Iran seitdem in eine Wirtschaftskrise stürzten.

Das sind die Details des Iran-Abkommens

Die Details des geplanten Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran sind jetzt bekannt. Aus den USA gab es eine Bestätigung über die Einzelheiten. Der Deal soll bereits am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Hier lesen Sie mehr über den Iran-Deal.

„Größte Energiekrise der Geschichte“: Ölvorräte in Industriestaaten so niedrig wie nie

Weltweit schrumpfen die Ölvorräte im Rekordtempo – der Iran-Krieg hat die Lage dramatisch verschärft. Die IEA spricht von der größten Energiekrise der Geschichte. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Trumps Iran-Deal soll schon heute unterzeichnet werden

Internationale Medien berichten übereinstimmend über 14 Punkte, auf die sich Teheran und Washington geeinigt haben sollen. Der Iran und die USA widersprechen – teilweise. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Trump: „Dann werfen wir wieder Bomben auf ihre Köpfe“

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran trotz einer vorläufigen Vereinbarung mit neuen Militärschlägen gedroht, sollte sich die Regierung in Teheran nicht kooperativ zeigen. Bei dem Zwischenabkommen handele es sich nicht um eine endgültige Vereinbarung, sagte Trump am Mittwoch am Rande des G7-Gipfels in Evian. „Es ist eine Absichtserklärung. Und wenn sie mir nicht gefällt, werden wir den Iran wieder beschießen und ihnen Bomben auf den Kopf werfen. Wenn sie mir nicht gefällt, wenn sie sich nicht benehmen, werden wir sofort wieder Bomben mitten auf ihre Köpfe werfen, okay?“, erklärte er.

Die Vereinbarung soll von beiden Seiten am Freitag in Genf unterzeichnet werden. Offiziell bekannt geworden sind die Inhalte bislang nicht. Berichten zufolge soll binnen 60 Tagen nach der Unterzeichnung ein Friedensvertrag ausgehandelt werden. Grundsätzlich lobte Trump das von seiner Regierung ausgehandelte Rahmenabkommen. „Das ist eine sehr gute Vereinbarung“, sagte er. Zwar wisse niemand genau, was darin festgehalten sei, „aber sie ist sehr solide, und die meisten Menschen scheinen sehr zufrieden zu sein“. Eine sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran sei in der Vereinbarung allerdings nicht enthalten.

Die Einigung sei zudem ein Segen für die Finanzmärkte, sagte der US-Präsident weiter. „Es gibt nichts Klügeres als den Markt“, sagte Trump mit Blick auf die jüngsten Kursgewinne infolge des Abkommens. Die Alternative wäre eine weltweite Krise gewesen. Die Ölpreise lagen am Mittwoch knapp über einem Dreimonatstief. Trump sagte weitere Rückgänge voraus: „Ich denke, die Ölpreise könnten noch weiter sinken als vor dem Krieg.“

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