Große Bahn-Baustelle
ICE-Fahrten nach Berlin dauern bald bis zu 80 Minuten länger
18.06.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 2 Min.
ICE auf einer Bahnstrecke (Symbolbild): Mit umfassenden Sanierungen will die Bahn pünktlicher werden. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)
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Ab Oktober 2026 wird die Bahnstrecke zwischen Lehrte und Berlin saniert. Reisende aus Hannover müssen sich auf Umleitungen und längere Fahrzeiten einstellen.
Bahnreisende in Hannover brauchen ab Oktober 2026 deutlich mehr Geduld. Wegen der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Lehrte in der Region Hannover werden ICE-Fahrten zwischen Hannover und der Hauptstadt zeitweise bis zu 80 Minuten länger dauern. Das teilte die Deutsche Bahn mit.
Aktuell benötigen ICE-Züge zwischen Hannover und Berlin rund 100 Minuten. Während einzelner Bauphasen verlängert sich die Reisezeit auf bis zu drei Stunden. Betroffen sind auch Reisende, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen unterwegs sind.
Fernzüge fahren über Umleitungen
Von Oktober bis Dezember 2026 sowie erneut im gleichen Zeitraum 2027 wird der Streckenabschnitt zwischen Berlin-Spandau und Fallersleben bei Wolfsburg komplett gesperrt. Die Fernzüge fahren in diesen Zeiträumen über Umleitungsstrecken und halten abwechselnd in Braunschweig oder Magdeburg.
Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich dadurch laut Bahn um 60 bis 80 Minuten. Auch internationale Verbindungen sind betroffen: Züge zwischen Amsterdam und Berlin werden über Hamburg umgeleitet und brauchen dadurch rund 70 Minuten länger.
Totalsperrung bei Lehrte im Jahr 2027
Zwischen Februar und Juli 2027 folgt die nächste große Bauphase. Dann wird die Strecke zwischen Lehrte und Fallersleben vollständig gesperrt. Hier lesen Sie mehr dazu.
Auch in den Monaten dazwischen kommt es zu Einschränkungen. Zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 fahren Fernzüge in Richtung Hannover über Wolfsburg. In Richtung Berlin werden sie weiterhin über Magdeburg umgeleitet.
Die Bahn kündigte an, Regionalzüge möglichst nah an die gesperrten Abschnitte heranzuführen. Wo das nicht möglich ist, sollen Ersatzbusse eingesetzt werden. Die Fahrpläne für die erste Bauphase sollen ab Ende Juni im DB Navigator und in den Apps der Verkehrsverbünde abrufbar sein.
Mehr als 400 Züge täglich betroffen
Die 221 Kilometer lange Strecke zwischen Lehrte und Berlin ist nach der Verbindung Hamburg–Berlin die zweitlängste Achse im Sanierungsprogramm der Deutschen Bahn. Täglich verkehren dort nach Unternehmensangaben mehr als 400 Nah- und Fernverkehrszüge.
Während der Bauarbeiten sollen mehr als 260 Kilometer Gleise, über 175 Weichen und 13 Kilometer Lärmschutzwände erneuert werden. Zudem will die Bahn 25 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisieren und teilweise barrierefrei ausbauen.
Mit den Arbeiten verfolgt die Bahn das Ziel, den Zugverkehr auf den wichtigen Verbindungen langfristig zuverlässiger und pünktlicher zu machen.
