Der kalendarische Sommeranfang steht zwar noch aus, doch behagliche 27 Grad herrschten schon am Mittwoch, auch noch zu vorgerückter Stunde auf dem Feierabendmarkt in Kleinenbroich. Auf dem Kirmesplatz an der Matthiasstraße tummelten sich zahlreiche Besucher, die sich von den kulinarischen Angeboten der annähernd 20 Foodtrucks verführen ließen.
Japanische, mexikanische, afghanische, italienische, deutsche und noch manch andere Küche liefen auf Hochtouren. Gerade an den exotischen Ständen knubbelten sich Gäste, drängelten aber nicht. Die Atmosphäre unter dem hellen Abendhimmel war geradezu tiefenentspannt.
„Früher hatten wir geschimpft, dass wir in Kleinenbroich benachteiligt sind“, sagt Sylvia Hekers, die mit ihrem Mann Horst am asiatischen Stand „Wok dich frei“ kulinarisch fündig geworden ist. Das Hähnchen sei „superlecker“ und „knusprig“. Auch der Gatte zeigt sich zufrieden mit seiner ebenso knusprigen Ente. Man freue sich, dass nun schon im zweiten Jahr in Kleinenbroich ein Feierabendmarkt existiere, nicht nur im benachbarten Korschenbroich, bekräftigt das Paar.
Spezielle Burger bis Trüffelpasta auf dem Feierabendmarkt in Kleinenbroich
Neben Alteingesessenen befinden sich auch Zugereiste auf Schnupperkurs. „Wir sind im Dezember nach Kleinenbroich gezogen“, sagt Theo Prants, der mit Tochter Lisa und Schwiegersohn Josef zum ersten Mal den Markt mit den Foodtrucks besuchte. Man komme eigentlich aus Düsseldorf-Bilk, besitze nun aber einen Hund, ergänzt Lisa Prants. „Der Hund braucht Auslauf, und den bekommt er in Kleinenbroich schneller als in der Großstadt.“ Überhaupt gefalle ihnen Kleinenbroich und auch der Feierabendmarkt ganz ausgezeichnet, bekundet die Familie.
Derweil geht das Angebot an Speisen über Rummelplatz-Klassiker wie Fritten, Schnitzel und Burger deutlich hinaus. Statt klassischer Burger mit Fritten gibt es solche aus „Dry Aged Beef“ mit belgischen Pommes. Oder japanische Yakiniku-Burger mit feinem Rindfleisch und einer dunklen Soße. Auch Trüffel-Burger gibt es am japanischen Stand „fave“.
Ein ganzer Berg von Sommertrüffeln liegt auf der Theke von „Frank Trüffelmann“. Am Stand steht Franks Frau Vanessa alias „Trüffelfrau“. Dort gibt es hausgemachte Tagliatelle, deren cremige Soße im Parmesanlaib entsteht und auf Wunsch mit Trüffelspänen übersät wird. Das Geschäft laufe „bombe“, sagt sie.
Mexikanische Tacos und hausgemachtes Aioli kredenzt Mahmoad Sweiss vom Düsseldorfer Restaurant Los Locos. „Sehr nette Leute“ seien da, sagt der Gastronom. Und: „Guck mal! Alle lachen.“