Neue Züge kommen erst 2027
Pendlerstrecken ab Dresden überlastet
18.06.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Länderbahn Trilex (Symbolbild): (Quelle: Lausitznews.de/Jens Kaczmarek/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Auf zwei wichtigen Bahnstrecken in Ostsachsen fehlt es an Kapazität. Der Verkehrsverbund gibt Geld für eine Übergangslösung frei – doch die dauerhafte Entlastung lässt auf sich warten.
Die Fahrgastzahlen auf den Bahnstrecken Dresden–Görlitz und Dresden–Zittau sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Besonders auf dem Abschnitt zwischen Bischofswerda und Dresden komme es regelmäßig zu Überfüllungen in den Zügen der Länderbahn. Das teilte der Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) nach seiner Verbandsversammlung am Donnerstag in Dresden mit.
Rund 20 Prozent mehr Fahrzeugkilometer als ursprünglich geplant erbringt die Länderbahn auf beiden Strecken bereits. Dennoch steht in der Hauptverkehrszeit faktisch keine Fahrzeugreserve mehr zur Verfügung, so der ZVVO. Fällt ein Triebwagen kurzfristig aus, führe dies häufig zu Überfüllungen und dazu, dass Fahrgäste zurückbleiben müssen. In diesem Jahr verschärft sich die Situation weiter, da planmäßig stets zwei Triebwagen gleichzeitig zur Hauptuntersuchung sind.
Entlastung erst 2027
Fünf zusätzliche Triebwagen soll die Länderbahn ab Jahresende für den Einsatz vorbereiten. Im Laufe des Jahres 2027 sollen sie auf die Strecke kommen. Für die Zwischenzeit führt der ZVVO Gespräche über einen möglichen Ersatzzug. Die Verbandsversammlung gab dafür am Donnerstag Mittel frei.
ZVVO-Vorsitzender Michael Geisler, Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, sagte: „Wir sehen nun in diesem Netz wie auch auf anderen Strecken, dass zum Deutschlandticket ein Deutschlandangebot notwendig ist und wir dafür eine stabile Finanzierung benötigen.“
