Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammenbringen, Begegnungen ermöglichen und bestehende Barrieren abbauen: Das ist das Ziel des neuen Projekts ‚Gemeinsam inklusiv – gemeinsam aktiv‘, das die Stadt Moers bis April 2027 umsetzt.

Ausgangspunkt sind laut der Stadt Moers Erfahrungen aus der Beratung des Verfahrenslotsen der Stadt. Familien von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung fragten dort regelmäßig nach Freizeit- und Begegnungsangeboten in ihrem Umfeld, heißt es. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass die Vernetzung zwischen Einrichtungen der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe bislang nur begrenzt vorhanden ist.

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren

„Gemeinsam inklusiv – gemeinsam aktiv setzt genau hier an und verknüpft beide Bereiche künftig enger miteinander“, erläutert Lena Brandau, Leiterin des städtischen Kinder- und Jugendbüros.

Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren – unabhängig von Behinderung, sozialer Herkunft oder kulturellem Hintergrund. „Die Angebote sollen niedrigschwellig, freiwillig und lebensweltorientiert sein und gemeinsame Erlebnisse ermöglichen“, sagt Verfahrenslotse Marius Haas.

Das Projekt umfasst vier Bausteine. Beim ‚Spielmobil inklusiv‘ sollen Kinder und Familien mit Behinderung die Angebote des Spielmobils kennenlernen und aktiv mitgestalten. Gemeinsam mit Trägern der Behindertenhilfe wird daran gearbeitet, die bestehenden Angebote noch inklusiver auszurichten.

Besonderer Höhepunkt: der Workshop ‚WCMX – Wheelchair Motocross‘

Mit ‚OKJA inklusiv‘ entwickeln Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam mit Einrichtungen der Behindertenhilfe Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Für Frühjahr 2027 ist ein inklusives Zirkusprojekt geplant.

Ein besonderer Höhepunkt ist der Workshop ‚WCMX – Wheelchair Motocross‘ am Samstag, 22. August, von 11 bis 14 Uhr auf der Moerser Skateanlage im Freizeitpark. Unter Anleitung erfahrener Coaches lernen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung dort die Grundlagen dieser besonderen Sportart kennen. Der Anfängerkursus findet bewusst auf den einfacheren Abschnitten der Anlage statt und richtet sich ausdrücklich auch an Teilnehmende ohne Rollstuhl. „Ziel ist es, Bewegung, Teilhabe und gemeinsames Erleben zu fördern. Gleichzeitig soll gezeigt werden, dass ein Rollstuhl nicht nur ein Hilfsmittel, sondern auch ein Sportgerät sein kann, das Spaß macht“, erklärt Behindertenkoordinatorin Kirsten Wortmann.

Verantwortlich für das Projekt sind das Kinder- und Jugendbüro, der Verfahrenslotse für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung sowie die Behindertenkoordination der Stadt Moers. Fördermittel in Höhe von 26.460 Euro kommen aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes Nordrhein-Westfalen.