Newsblog zum Krieg in der Ukraine

EU verlängert Sanktionen gegen Russland

Aktualisiert am 18.06.2026 – 23:30 UhrLesedauer: 20 Min.

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Im Video: Nach einem Drohnenangriff steht eine Ölraffinerie in Moskau in Flammen.

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Die EU nimmt Kontakt nach Moskau auf. Bulgarien blockiert EU-Sanktionen. Ukraine erhält Milliardenzusagen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Selenskyj: Kenne keine Details zu Costa-Initiative

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Kontaktaufnahme des Teams von EU-Ratspräsident Antonio Costa mit Russland noch nicht beurteilen. „Ich kenne nicht allzu viele Details darüber“, sagte Selenskyj der Deutschen Presse-Agentur beim Verlassen des EU-Gipfels in Brüssel auf die Frage, wie er die Initiative findet.

Costas Büro hatte zuvor bestätigt, Kontakt mit Russland für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges aufgenommen zu haben. „In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu eröffnen“, bestätigte ein EU-Beamter. Es seien jedoch keine inhaltlichen Gespräche geführt worden.

EU verlängert Russlandsanktionen

Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten am Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa mitteilte.

EU-Ratspräsident Costa streckt Fühler nach Moskau aus

Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges Kontakt mit Russland aufgenommen. „In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu eröffnen“, bestätigte ein EU-Beamter. Es seien jedoch keine inhaltlichen Gespräche geführt worden. Zuvor hatte „Politico“ berichtet. In allen denkbaren Zukunftsszenarien habe die EU spezifische Interessen, die es zu verteidigen gelte. „Daher ist es wichtig, etablierte diplomatische Kanäle zu Russland zu unterhalten. Die EU ist kein Vermittler.» Sie unterstütze die Ukraine in ihren Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden.

Bulgarien blockiert Russland-Sanktionen

Bulgarien wird gegen das jüngste Sanktionspaket der EU gegen Russland sein Veto einlegen. Das kündigt Ministerpräsident Rumen Radev vor dem EU-Gipfel in Brüssel an. Die geplanten Sanktionen könnten sich negativ auf die bulgarische Wirtschaft auswirken. Die EU hat am Montag ihre Sanktionsliste erweitert und 34 Einzelpersonen sowie 47 Organisationen hinzugefügt, die mit dem militärisch-industriellen Komplex Russlands, seiner Schattenflotte von Öl- und Gastankern und anderen an politischen Einmischungsaktivitäten beteiligten Personen in Verbindung stehen. „Für den Betrieb von Lukoil besteht ein erhebliches Risiko“, sagt Radev zu dem russischen Ölunternehmen, das einer der größten Kraftstoffhändler in Bulgarien ist und die einzige Raffinerie des Landes betreibt.

Ukraine erhält Milliardenzusage

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben umfangreiche neue Zusagen für Militärhilfe in Milliardenhöhe für ihren Abwehrkampf gegen Russland bekommen. Bei einem von Deutschland und Großbritannien geleiteten Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel wurden rund eine Milliarde Dollar (900 Mio. Euro) für die Finanzierung von US-Rüstungsgütern zugunsten der Ukraine zugesagt, wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer anschließenden Pressekonferenz sagte.