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Uns auf Google folgenTrommeln für Olympia.Ministerpräsident Markus Söder und Reiterin Jessica von Bredow-Werndl vor dem Olympia-Waldi und dem Nymphenburger Schloss. © Martin Hangen

Am 26. September fällt die Entscheidung, ob sich München um die Austragung der olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben darf. Ministerpräsident Markus Söder und OB Dominik Krause kämpfen sehr für das Sport-Großereignis ein – und setzen auf einen besonderen Mix.

München – Ein wenig wie 1972. Der gestreifte Dackel Waldi, das Maskottchen der damaligen Olympischen Spiele von München, stand gestern imposant vor Schloss Nymphenburg. Vor dieser Kulisse wurden 1972 die Dressurwettbewerbe ausgetragen. Sollte München den Zuschlag für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 erhalten, gilt das Schloss erneut als möglicher Austragungsort.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) träumte gestern vor der Kulisse bereits von einem neuen „Sommermärchen“, wie er sagte: „Mein Idealfall wäre: erst Olympische Spiele, dann Paralympische Spiele und dann gehen wir alle gemeinsam auf die Wiesn.“ Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Zunächst muss sich München im nationalen Wettbewerb gegen die Konkurrenten aus Rhein-Ruhr und Berlin durchsetzen.

Wichtiger Termin für München: So will die Stadt die Spitzen-Sportverbände überzeugen

Am Donnerstag (18. Juni) stand für München dabei ein wichtiger Termin an: Die 42 olympischen Spitzenverbände waren zu Gast. Vertreter der Stadt und des Freistaats warben vor den Sportfunktionären für ihr Konzept. Die Verbände spielen bei der Vergabe eine zentrale Rolle. Ihre Mitglieder entscheiden am 26. September mit darüber, wer für Deutschland ins internationale Olympia-Rennen geht.

Zunächst traf man sich im SAP Garden, später im Schloss Nymphenburg – Hightech und Tradition, das soll die Münchner Bewerbung verkörpern. Beim Pressetermin am Schloss rührten die Verantwortlichen noch einmal kräftig die Werbetrommel für München.

OB Krause erinnert an 1972

„Wir können an die Spiele von 1972 anknüpfen“, sagte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Zahlreiche Sportstätten von damals, etwa im Olympiapark, sollen wieder genutzt werden. Das soll die Spiele besonders nachhaltig machen. Damit wolle man bei den Spitzenverbänden punkten.

Auch Herbert Hainer, der als Präsident des FC Bayern für Olympia in München warb, hat zu den Spielen von 1972 eine besondere Verbindung: „Ich habe damals als junger Kerl bei den Spielen Getränke verkauft“, sagte er. Das habe ihn sehr inspiriert. Nun hofft er, dass München erneut zum Zug kommt. Er erlebe immer wieder, welche „internationale Strahlkraft“ die Stadt und Bayern hätten.

Über 90 Prozent der Sportstätten in einem engen Radius

Außerdem will München mit besonders kurzen Wegen überzeugen: Über 90 Prozent der geplanten Wettkampfstätten sollen innerhalb eines Radius von 30 Kilometern liegen. Für die Sportlerinnen und Sportler ist das ein zentraler Punkt: „Das ist einfach das A und O. Dann können wir besser planen, wann und wo wir trainieren können“, sagte die Sprinterin und Bobfahrerin Alexandra Burghardt.

Und auch die vierfache Olympiasiegerin im Dressurreiten Jessica von Bredow-Werndl war von der Münchner Atmosphäre überzeugt. Schloss Nymphenburg weckte Erinnerungen: „In Paris durfte ich vor Versailles reiten.“ Eine historische Kulisse. In München sei Ähnliches möglich: „Hier trifft Tradition auf Zukunft.“

Sicher ist schon mal: Die Münchner Bevölkerung ist klar (nämlich mit Zweidrittel-Mehrheit) für die Olympia-Bewerbung: Das hat sich bei einem Bürgerentscheid im vergangenen Jahr gezeigt.