Bei der Leerung der Gelben Wertstofftonne im westlichen Teil von Augsburg kommt es immer wieder zu Verschiebungen bei den Leerungstagen. Zuletzt gab es in den Pfingstferien aufgrund von Urlaub und hohem Krankenstand Verspätungen auf einigen Touren, bestätigt das zuständige Unternehmen Remondis auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings sind verschobene Leerungstage, wie Leser deutlich machen, kein Einzelfall. Vor allem wenn dadurch Bürgersteige länger als nur am eigentlichen Leerungstag mit Tonnen und Containern vollgestellt sind, entstehen dadurch in einigen Stadtvierteln Unannehmlichkeiten.

Leerungsplan kommt auf den Prüfstand

Remondis verweist darauf, dass es zunehmend schwierig werde, Mitarbeiter für den Bereich der Kreislaufwirtschaft zu finden. Kämen dann noch weitere Faktoren hinzu wie Krankheitswellen, Fahrzeugausfall oder Verkehrslage, gebe es Einschränkungen. Laut Remondis schaue man sich in Augsburg aber aktuell auch grundsätzlich den mit der Stadt vereinbarten Abfuhrplan an. Hintergrund ist, dass an den einzelnen Leerungstagen teils eine ungleichmäßige Auslastung zu verzeichnen ist. Dies sorge punktuell für Terminverschiebungen. „Ziel ist eine gleichmäßigere Verteilung der Abfuhrmengen, wodurch künftig auch die Anzahl möglicher Verschiebungen reduziert werden soll“, heißt es seitens Remondis.

Stadt und Remondis haben sich das Stadtgebiet aufgeteilt

In Augsburg haben sich Stadt und Remondis die Leerung aufgeteilt, seit die Wertstofftonne nicht nur für Verpackungsmüll reserviert ist (die Entsorgung ist Thema der privat organisierten Dualen Systeme, die Firmen wie Remondis beauftragen), sondern auch Wertstoffe wie Altmetall oder ausrangierte Plastikgegenstände aufnehmen. Das ist Angelegenheit der Stadt. Um den Aufwand zu teilen, übernimmt die Stadt östlich des Lechs die Leerung, Remondis westlich des Lechs.

Umweltreferent Frank Pintsch (CSU) sagt auf Anfrage, dass Remondis vertraglich verpflichtet sei, für eine Leerung im Westen zu sorgen, die Stadt auf Dinge wie Touernplanung aber keinen Einfluss nehmen könne. Es sei klar, dass es bei der Müllabfuhr zu einzelnen Abweichungen bei Leerungstagen kommen könne. „Unabhängig davon erwarte ich jedoch, dass die vertraglich vereinbarten Leistungen im Regelfall und möglichst konstant eingehalten werden“, so Pintsch. Er habe auch bei sich zu Hause die Problematik mit unangekündigten Verschiebungen der Leerungstermine beobachtet. Er werde als neuer Umweltreferent mit Remondis in Kontakt treten.