Auch am traditionsreichen Standort Islandufer 15 der Stadtsparkasse Wuppertal bleibt die Zeit nicht stehen. Dort ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren ein modernes Beratungscenter entstanden. „Persönliche Kundennähe, zeitgemäße Architektur und ein barrierefreies Servicekonzept sind hier miteinander verbunden“, sagt Florian Baumhove, zuständig für die Unternehmenskommunikation.

Von den Schaltern in der früheren Kassenhalle ist nichts mehr zu sehen. Deren Inneres wurde komplett umgestaltet. Ringartig angeordnet findet man auf rund 2000 Quadratmetern nun die einzelnen Beratungsbüros, in denen sich die Bankmitarbeiter mit den Kundinnen und Kunden treffen, um deren Anliegen zu besprechen. Die Büros sind farblich in erdfarbenen Tönen gehalten und so konstruiert, dass alle Geräusche von außen gedämpft werden, von außen aber niemand hören kann, was drinnen gesprochen wird. Und das, obwohl die Kleinräume nach oben hin offen sind. Das ist dem Brandschutz geschuldet. So kann im Bedarfsfall die Sprinkleranlage an der Decke die Einheiten berieseln. Ansonsten müsste jeder Beratungsraum separat mit Sprinklern ausgestattet werden.

Glaskuppeln kommen
aus den Niederlanden

Die Glaskuppelelemente in der Mitte des Centers fehlen noch, sind aber bei einer Firma in den Niederlanden bestellt und werden nach Eintreffen noch mit einer speziellen Folie überzogen. Ziemlich viel Aufwand, aber: Gemäß den Vorgaben der Unteren Denkmalbehörde der Stadt mussten sich Jennifer Josefowski als Projektleiterin und Frank Schulz als Mann für alle Baufragen darum kümmern, dass das Dach aus Glaskuppeln wieder genauso hergestellt wird, wie es war. Die Immobilie mit dem imposanten und stadtbildprägenden Turm steht seit 2015 unter Denkmalschutz, da regiert die zuständige Behörde sozusagen bis in die kleinste Schattenfuge rein. Auch die Außenanlagen mit den bepflanzten Betonringen dürfen nicht verändert werden, ebenso wenig wie der Turm und das Parkhaus. Erhalten bleiben auch die vom Bildhauer Adolf Luther geschaffene Glaswand hin zur B 7 und sein raumhohes Kunstobjekt nahe dem Eingang im Center. Apropos Eingang: Das Haupt-Entree befindet sich nun gegenüber dem Bismarcksteg. „So war es ursprünglich auch einmal vorgesehen, um den Hauptbesucherstrom direkt ins Gebäude zu leiten“, berichtet Florian Baumhove von Anfang der 1970er Jahre, als die Immobile entstand. Selbstverständlich gibt es auch ein Sicherheitskonzept für das Center. Die Bankangestellten, die mit ihren persönlichen Laptops dorthin kommen und eine der 25 Beratungseinheiten mit ihren Kunden nutzen, werden entsprechend gewarnt, wenn ein Notfall eintritt, und können im Fall der Fälle ihrerseits technische Alarmzeichen aktivieren. Im inneren Kreis des Centers befinden sich Büroeinheiten für die Sachbearbeiter, wo sie die Termine mit der Kundschaft vor- und nachbereiten können, die hier keinen Zutritt hat. Im Zentrum des ganzen Ensembles befindet sich eine kreisrunde Sitzgelegenheit in Orange, die mit ausklappbaren Unterlagen versehen ist und ebenfalls von den Bankleuten zur Muße oder zum Arbeiten genutzt werden kann. Üblicher Bankservice ist am Islandufer nur über eine Videokabine möglich und es gibt zwei SB-Geldautomaten. In Betrieb gehen soll das Beratungscenter Mitte August. Über die Baukosten verriet Florian Baumhove nur so viel, dass es sich um einen einstelligen Millionenbetrag handele.