Bielefeld. Gespannt und mit großer Vorfreude blicken die Bielefeld Bulldogs und ihre Anhänger auf Samstag. Das zweite Heimspiel der Saison und eine kleine, aber feine Feier zum 40. Geburtstag des Klubs machen die Partie gegen die Solingen Paladins zu einem besonderen Event.
„Ich hatte fast vergessen, dass wir in dieser Saison schon ein Heimspiel hatten“, sagt Headcoach Bert Smith lachend. Vielleicht hat er es aber auch verdrängt. Denn zum Ligaauftakt vor knapp zwei Monaten setzte es eine knappe Niederlage gegen Münster Phoenix.
Seitdem hat sich in der Liga viel getan. Ohne Verlustpunkte ist keine der sieben Mannschaften mehr. Die zwischenzeitlich in die Favoritenrolle geschlüpften Münsteraner mit dem ehemaligen Bulldogs-Quarterback Malik Brown haben mittlerweile schon zwei Mal verloren. „Es sieht so aus, als könnte jeder jeden schlagen“, meint Smith.
Gegner Solingen steht nach drei Niederlagen unter Druck
Die Solingen Paladins, am Samstag, Kickoff 18 Uhr, Gast auf der Rußheide, haben gegen die Cologne Crocodiles gewonnen. Die Kölner demontierten ihrerseits vergangenen Samstag Spitzenreiter Münster beim 50:15. Nun steht Solingen nach drei Saisonniederlagen jedoch schon unter Druck.
Mit vier US-Importspielern ist der Kader kostenintensiv aufgemöbelt worden. Nach dem 21:31 gegen Troisdorf dürfen sich die Paladins keine weiteren Ausrutscher mehr leisten.
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Solingens Headcoach Alexander Thomas sagte dem Internetportal „nrwfootball.com“ vor der Partie in Bielefeld: „Für uns ist dieses Spiel am Samstag ein absoluter Charaktertest. Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir mental von der ersten Sekunde an bereit sein und unsere Fehler abstellen. Wir fahren nicht nach Bielefeld, um gut auszusehen, sondern um die Punkte mit nach Solingen zu nehmen.“
Nach dieser vollmundigen Ankündigung ist ein spannendes Spiel zu erwarten. „Wir werden Solingen bestimmt nicht unterschätzen“, sagt Bert Smith.
Bulldogs setzen erneut auf eine starke Abwehrleistung
Der Headcoach der Bulldogs attestierte seiner Mannschaft beim 28:16-Erfolg in Troisdorf, wieder Fortschritte gemacht zu haben: „Zwischendurch war ich aber nicht so zufrieden.“ Verbesserungspotenzial sieht der Coach sowohl im Pass- als auch im Laufspiel: „Wir haben noch zu viel gepuntet.“
Die Defense habe insgesamt einen guten Job gemacht. Nur sieben Punkte resultierten aus dem klassischen Offensivspiel der Troisdorfer, sieben aus einem Punt-Return. „Das kann mal passieren“, meinte Smith und ergänzte: „Es ist uns immerhin gelungen, die Troisdorfer zu zwingen, ihre Offensivtaktik zu ändern.“ Gegen Solingen müssen sich die Bulldogs nun umstellen. „Jeder Gegner, jedes Spiel hat seine eigene Dynamik“, betont Smith.
Buntes Programm zum 40. Geburtstag rund um das Spiel
Eine Stärke der Solinger ist ein US-Import auf der Runningback-Position. In der Defensive bieten die Paladins mit weiteren Importen zwei für die Liga außergewöhnlich gute Verteidiger auf. „Das wird insgesamt eine Herausforderung für uns. Ich denke aber, dass wir erfolgreich sein können und werden, wenn wir das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“, so Smith.
Zum Geburtstagsspiel erwarten die Bulldogs viele Fans, Mitglieder und einige Ehrengäste. Der Präsident des Landesverbandes hat sein Kommen angekündigt, Bezirksbürgermeister Frederik Suchla soll vor dem Spiel den Münzwurf vornehmen. Alle Teams der Bulldogs werden beim Einlaufen dabei sein. Dazu soll es in der Halbzeitpause eine Tanzvorführung geben.