Die Schweiz hat bestätigt, dass die für heute geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran abgesagt wurden. Das Treffen ​auf dem Bürgenstock in der ‌Nähe ⁠von Luzern ​sei verschoben, teilte das Schweizer Außenministerium mit. Die Schweiz sei »weiterhin bereit, diese Gespräche zu moderieren«. Die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten würden fortgesetzt.

Zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance mitgeteilt, dass er nicht in die Schweiz reisen werde. Die US-Regierung begründete das mit logistischen Bedenken. Die Pläne für weitere Gespräche stehen demnach noch nicht
fest. Die US-Delegation sei aber bereit, bei der nächstmöglichen
Gelegenheit aufzubrechen.

Eine Reaktion des Iran liegt bisher nicht vor. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte am Donnerstag gemeldet, die iranischen Unterhändler müssten von den USA erst Anzeichen für die ‌Umsetzung des Rahmenabkommens sehen, bevor ​die nächsten Runden der Gespräche beginnen könnten.

US-Iran-Abkommen soll binnen 60 Tagen ausgehandelt sein

Im Luxusresort Bürgenstock sollten die Unterhändler beider Seiten das Abkommen zwischen den USA und dem Iran eigentlich detaillierter ausarbeiten. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud ⁠Peseschkian hatten die Grundzüge des Abkommens am Mittwoch unterzeichnet. Es verlängert die im ‌April verkündete Waffenruhe und sieht die Öffnung der Straße ​von Hormus vor. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum iranischen Atomprogramm, soll demnach innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Irankrieg in unserem Liveblog.

Mehr zum Thema

USA und Iran

USA und Iran:
Das steht im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran

Israel und Iran-Abkommen :
Diese Verständigung ist für Benjamin Netanjahu ein Problem

Z+ (abopflichtiger Inhalt);

Vereinbarung mit dem Iran:
Ein Deal ohne Rücksicht auf Verluste (anderer)