Wurde man 1982 geboren, war die Fußball-WM 1990 in Italien das erste große Turnier, das man bewusst anschaute. Andy Brehme verwandelte, Maradona weinte, der Kaiser schwebte. Aus den Caracalla-Thermen tauchten die „Drei Tenöre“ empor. Bei ihnen, strahlend in Pavarottis Gravitationsfeld, Zubin Mehta. Ein Dirigent in voller Kraft. 36 Jahre später ist gerade wieder WM. Brehme, Maradona, der Kaiser, Pavarotti, sie sind gegangen. Aber Zubin Mehta, er ist hier, hier in München, wo er geliebter Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper war und auch den Philharmonikern (als offizieller Ehrendirigent) und dem BR-Symphonieorchester eng verbunden ist – und wo er nun anlässlich seines 90. Geburtstags große Konzerte dirigiert.