Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj setzt Belarus eine Frist
Aktualisiert am 20.06.2026 – 03:35 UhrLesedauer: 26 Min.
Wolodymyr Selenskyj fordert Belarus auf, Verstärkerantennen für russische Drohenn abzubauen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/JONAS ROOSENS/imago)
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Die Grünen fordern mehr Maßnahmen gegen russische Tanker. Polen erkennt Selenskyj den höchsten Orden des Landes ab. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
Grüne fordern mehr Druck auf Putins Schattenflotte
Um den Druck auf Russland spürbar zu erhöhen, sollte Deutschland aus Sicht der Grünen Schiffe der sogenannten Schattenflotte in deutschen Hoheitsgewässern grundsätzlich kontrollieren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse endlich konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen, forderte die Parteivorsitzende, Franziska Brantner.
Die Grünen-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Jedes Schiff der Schattenflotte muss bei der Durchfahrt auf die Einhaltung aller geltenden Standards und Vorschriften kontrolliert werden, gesetzliche Lücken müssen schnell geschlossen werden.“ Gleichzeitig müsse die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine fortgesetzt, die Sanktionen gegen Russland mit großer Konsequenz durchgesetzt werden, sagte Brantner.
Polnischer Regierungschef beschwichtigt
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk ruft im Streit zwischen Polen und der Ukraine über die Aberkennung eines Ordens zur Besonnenheit auf. Es sei die Aufgabe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des polnischen Staatsoberhaupts Karol Nawrocki, die Gemüter zu beruhigen statt Spannungen zu schüren, sagt Tusk.
Nawrocki hatte Selenskyj den höchsten Orden Polens entzogen, nachdem dieser eine ukrainische Armeeeinheit nach der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) benannt hatte. Dies sorgt in Polen für Empörung, da UPA-Nationalisten im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen verübten.
Tote nach russischen Angriffen in Nikopol
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha mit.
Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen.
Moskau erneut Ziel von ukrainischen Drohnen
Moskau wurde den zweiten Tag in Folge Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, dass die Luftabwehr der Stadt am Nachmittag des 19. Juni insgesamt 37 Drohnen abgeschossen habe.
Nach Angaben Sobjanins wurden die Drohnen innerhalb eines Zeitraums von zwei Stunden zwischen 12:10 Uhr und 14:12 Uhr Ortszeit abgefangen. Über seinen Telegram-Kanal informierte er fortlaufend über jeden Abschuss.
Auf Telegram veröffentlichte Videoaufnahmen sollen Drohnen über Moskau zeigen. Treffer auf Bodenziele wurden jedoch nicht gemeldet. Wie viele Drohnen die Ukraine insgesamt gestartet hat, bleibt unklar, da Russland nur jene Drohnen angibt, die nach eigenen Angaben abgefangen wurden. Sobjanin berichtete von insgesamt 37 abgefangenen Drohnen während des Angriffs am Nachmittag.
Ukraine gibt Verbündeten Zugang zu russischen Waffenplänen
Die Ukraine bündelt erbeutete russische Waffentechnik in einem neuen Portal. Verbündete erhalten dort Daten, Analysen und dokumentierte Schwachstellen.
