Nach dem EU-Gipfel in Brüssel erklärte Costa, es gebe derzeit keine glaubwürdigen Anzeichen dafür, dass Russland tatsächlich zu Friedensgesprächen bereit sei. Sein Büro halte jedoch einen diplomatischen Kommunikationskanal nach Moskau aufrecht, um sicherzustellen, dass die EU ihre Ansichten und Botschaften direkt an Russland übermitteln könne und nicht auf Vermittler angewiesen sei.
Herr Costa betonte, dass die EU weiterhin fest zu ihrer Unterstützung der Ukraine stehe und betrachtete die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau als einen historischen Schritt, der die Entschlossenheit zur Erweiterung der Union und zur Stärkung der regionalen Integration unterstreiche.
Russland erklärte sich unterdessen bereit, mit europäischen Ländern in einen Dialog zu treten, wies aber jede Form eines „Ultimatums“ zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Kontakte seien angesichts der komplexen Probleme in den Beziehungen zwischen Russland und der EU notwendig, betonte aber, dass Europa seine Haltung gegenüber Moskau ändern müsse.
Laut EU-Quellen hat Costas Büro in den letzten Wochen kurze diplomatische Kontakte mit dem Kreml unterhalten, um die seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts eingeschränkten Kommunikationskanäle wieder zu öffnen. Dieser Schritt verdeutlicht auch die internen Spaltungen der EU: Einige Mitgliedstaaten argumentieren, der Block solle sich in der jetzigen Situation eher auf die Erhöhung des Drucks auf Russland konzentrieren als auf den Dialog.
Die EU-Beamten betonen jedoch, dass alle aktuellen diplomatischen Bemühungen nichts an der grundlegenden Position des Blocks ändern, die Ukraine in ihrem Konflikt mit Russland weiterhin politisch , wirtschaftlich und sicherheitspolitisch zu unterstützen.
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