Griechenland räumt während seiner EU-Ratspräsidentschaft der Erweiterung des Staatenbundes auf den Westbalkan höchste Priorität ein.

Der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis. Foto: euractiv

Diese Erklärung gab der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis nach Gesprächen mit dem Außenminister von Bosnien und Herzegowina, Elmedin Konakovic, ab. Auf einer anschließenden Pressekonferenz erklärte Gerapetritis, dass Athens wichtigster außenpolitischer Fahrplan während seiner EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2027 darin bestehe, konkrete und substanzielle Fortschritte in seiner Erweiterungspolitik anzustreben.

Im Rahmen seiner Westbalkanstrategie misst Griechenland Montenegro besondere Aufmerksamkeit und hohe Priorität bei. Athen betrachtet Montenegro unter den Westbalkanländern als den vielversprechendsten und geeignetsten Kandidaten für eine baldige Vollmitgliedschaft in der EU.

Montenegro verfolgt seit 2012 beharrlich Beitrittsverhandlungen und hatte zuvor das Ziel verfolgt, bis 2028 das 28. EU-Mitglied zu werden. Griechenland sucht jedoch aktiv nach diplomatischen Lösungen, um den Prozess zu verkürzen und das Land bei der Erfüllung aller Beitrittsformalitäten bis Ende 2027 zu unterstützen.

Griechenland räumt während seiner EU-Ratspräsidentschaft der Erweiterung des Staatenbundes auf den Westbalkan höchste Priorität ein.

Montenegro rückt einem EU-Beitritt näher. Foto: eunews

Obwohl der griechische Außenminister seine starke und langjährige Unterstützung für die Balkanintegration zum Ausdruck brachte, äußerte er dennoch prinzipielle Vorbehalte. Ein vollständiger Beitritt hänge von den eigenen Anstrengungen der einzelnen Länder ab, die strengen EU-Standards für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gute nachbarschaftliche Beziehungen zu erfüllen.

Griechenlands Entschlossenheit, während seiner EU-Ratspräsidentschaft Ende 2027 auf Montenegros „28. Sitz“ zu drängen, ist ein pragmatischer Schritt, der Montenegro zu einem Vorreiterland für den gesamten Westbalkanblock auf dem Weg zum gemeinsamen europäischen Haus macht und zeigt, dass die Attraktivität der EU auch nach dem Austritt Großbritanniens (Brexit) ungebrochen ist.

Nhat Le

Quelle: https://baothanhhoa.vn/hy-lap-uu-tien-mo-rong-khoi-sang-tay-balkan-trong-nhiem-ky-chu-tich-hoi-dong-eu-291751.htm