Präsident legt nach
Melonis Streit mit Trump eskaliert
20.06.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 3 Min.
Giorgia Meloni und Donald Trump (Archivbild): Es gibt Streit zwischen den beiden. (Quelle: IMAGO/Ufficio Stampa / Avalon/imago)
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Eine Zeit lang schwärmte Donald Trump von Giorgia Meloni. Nun greift er die Italienerin wiederholt an und verärgert ihre Verbündeten.
Der Streit zwischen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem US-Präsidenten Donald Trump eskaliert weiter. Nun hat sich Trump erneut geäußert. Währenddessen solidarisieren sich in Italien auch einstige Trump-Anhänger mit Meloni.
Auslöser war ein Aufeinandertreffen der beiden Regierungschefs beim G7-Gipfel im französischen Évian sowie die anschließenden Äußerungen Trumps darüber. So hatte Trump bereits in den vergangenen Monaten wiederholt gegen Meloni und Italien gestichelt. Dabei ging es insbesondere um den Beitrag Italiens zur Nato und die fehlende Unterstützung beim Vorgehen in der Straße von Hormus.
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In dieser Woche kam es dann am Rande des G7-Gipfels laut der italienischen Regierung zu einem „klärenden Gespräch“. Dazu veröffentlichte man ein Foto von beiden während eines Gesprächs. Dabei soll die „Einheit des Westens“ von beiden bekräftigt worden sein, berichteten diplomatische Kreise.
Trump greift Meloni an
Doch die versöhnliche Stimmung hielt nicht lange. Denn Trump legte nach. In einem Telefoninterview mit dem italienischen TV-Sender La7 sagte der US-Präsident: „Sie hat mich angefleht, ein Foto mit ihr zu machen.“ Er habe dieser Bitte entsprochen, da sie ihm leidgetan habe. Er sagte zudem: „Wahrscheinlich ist sie froh, dass ich mit ihr gesprochen habe. Ich hätte nicht mit ihr sprechen müssen.“
Meloni reagierte prompt in einer Videobotschaft bei Instagram und erklärte dort: „Die Aussagen von Donald Trump sind völlig erfunden. Ich bin, ehrlich gesagt, fassungslos.“ Sie fügte hinzu: „Ich und Italien flehen niemals.“ Sie wisse nicht, wieso der US-Präsident sich so gegenüber Verbündeten verhalte.
Darauf antwortete nun wiederum Trump. In einem Interview mit NBC sagte er: „Meloni? Du warst eine großartige Unterstützerin. Aber ich möchte sie nicht als Fan haben, denn weder sie noch die Nato waren da, als es um die Meerenge ging.“
Rückendeckung für Meloni in Italien
Trumps permanentes Sticheln gegen die Regierungschefin bleibt in Italien nicht ohne Folgen. Und so stellt sich die gesamte politische Rechte trotz früherer Sympathien für Trump hinter Meloni. Giovanbattista Fazzolari, Staatssekretär und Kommunikationschef in Melonis Partei Fratelli d’Italia, fand deutliche Worte für Trump, obwohl er lange Zeit Anhänger des Präsidenten war. „Trumps Tiraden gegen Giorgia Meloni sind nur die jüngste Episode seiner Angriffe und Beleidigungen gegen europäische Staats- und Regierungschefs. Es ist unklar, ob er absichtlich oder aus Inkompetenz die historischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa zerstört.“
