Toter bei Drohnenangriff auf Schiff unter Panama-Flagge

Bei einem Drohnenangriff auf ein Schiff unter panamaischer Flagge im Schwarzen Meer sind ein Besatzungsmitglied getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet, teilt die panamaische Schifffahrtsbehörde AMP mit und erklärt: „Wir haben die vorgesehenen Verfahren eingeleitet, um offizielle Informationen über den Vorfall einzuholen, und stehen mit den beteiligten Stellen in Kontakt.“ Der Zustand eines der verletzten Seeleute sei ernst. Das Schiff habe jedoch seine Fahrt fortsetzen können.

Grüne fordern mehr Druck auf Putins Schattenflotte

Um den Druck auf Russland spürbar zu erhöhen, sollte Deutschland aus Sicht der Grünen Schiffe der sogenannten Schattenflotte in deutschen Hoheitsgewässern grundsätzlich kontrollieren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse endlich konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen, forderte die Parteivorsitzende, Franziska Brantner.

Die Grünen-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Jedes Schiff der Schattenflotte muss bei der Durchfahrt auf die Einhaltung aller geltenden Standards und Vorschriften kontrolliert werden, gesetzliche Lücken müssen schnell geschlossen werden.“ Gleichzeitig müsse die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine fortgesetzt, die Sanktionen gegen Russland mit großer Konsequenz durchgesetzt werden, sagte Brantner.

Polnischer Regierungschef beschwichtigt

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk ruft im Streit zwischen Polen und der Ukraine über die Aberkennung eines Ordens zur Besonnenheit auf. Es sei die Aufgabe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des polnischen Staatsoberhaupts Karol Nawrocki, die Gemüter zu beruhigen statt Spannungen zu schüren, sagt Tusk.

Nawrocki hatte Selenskyj den höchsten Orden Polens entzogen, nachdem dieser eine ukrainische Armeeeinheit nach der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) benannt hatte. Dies sorgt in Polen für Empörung, da UPA-Nationalisten im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen verübten.

Tote nach russischen Angriffen in Nikopol

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha mit.

Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen.