Tragische Nachrichten aus Frankreich und ein Schock für die Gaming-Welt: Einer der fünf Ubisoft-Gründerbrüder ist bei einem schweren Flugunglück ums Leben gekommen. Der Publisher reagierte bereits mit einem offiziellen Statement.

Die Gaming-Welt trauert um eine der prägendsten Persönlichkeiten der europäischen Entwicklergeschichte. Wie französische Medien und auch Ubisoft inzwischen offiziell bestätigt haben, ist Claude Guillemot am gestrigen Freitagabend bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

Der Mitbegründer des französischen Branchenriesen wurde 69 Jahre alt, wobei das plötzliche Unglück in der gesamten Videospiel-Industrie tiefe Bestürzung auslöste.

Unglück kurz vor der Landung

Der Unfall ereignete sich am Freitag, dem 19. Juni 2026, im Westen Frankreichs. Berichten zufolge befand sich Guillemot an Bord seiner Cessna 421, die sich auf dem Flug von Rennes befand. Kurz vor der geplanten Landung auf dem Flugplatz La Baule-Escoublac an der Atlantikküste stürzte die Maschine aus bislang ungeklärter Ursache auf ein Feld ab und fing sofort Feuer.

Wie der Bürgermeister von La Baule, Franck Louvrier, in einer Stellungnahme mitteilte, befand sich neben Guillemot auch ein Fluglehrer aus Rennes an Bord. Da das Flugzeug beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits in Vollbrand stand, gestaltete sich die Bergung und anschließende Identifizierung der Opfer zunächst schwierig, was am Folgetag zu Verzögerungen bei den offiziellen Meldungen führte.

Die französischen Behörden haben unterdessen eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet, um die genaue Unfallursache zu ermitteln. Allerdings galten sowohl Guillemot als auch seine Begleitung als lizenzierte und sehr erfahrene Piloten.

Ubisoft bestätigt den Verlust in tiefem Mitgefühl

Nach ersten Berichten der regionalen Tageszeitung Ouest-France folgte am heutigen Samstag dann die traurige Gewissheit durch ein offizielles Statement des französischen Publishers gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Ein Sprecher von Ubisoft erklärte: „Ubisoft hat mit tiefer Trauer vom Tod von Claude Guillemot, Mitbegründer der Gruppe und Vorstandsvorsitzender der Guillemot Corp., bei einem Unfall erfahren. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden keine weiteren Erklärungen abgegeben.“

Ein Leben für die Gaming-Industrie

Claude Guillemot gründete Ubisoft zusammen mit seinen vier Brüdern – Christian, Gérard, Michel und dem heutigen CEO Yves Guillemot – im Jahr 1986. Was damals als kleiner Software-Vertrieb mit ersten eigenen Titeln wie „Zombi“ begann, entwickelte sich über die vergangenen vier Jahrzehnte zu einem der größten und einflussreichsten Videospiel-Publisher der Welt.

Heute ist das Unternehmen die Heimat von weltbekannten Milliarden-Franchises wie „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ und „Rainbow Six“ sowie die Geburtsstätte von legendären Kult-Marken wie „Rayman“ oder auch „Prince of Persia“.

Während Yves das Gesicht von Ubisoft prägte, agierte Claude hauptsächlich im Hintergrund als strategischer Kopf. Er saß bis zuletzt im Vorstand von Ubisoft und war als Executive Vice-President maßgeblich für das operative Geschäft verantwortlich.

Darüber hinaus war er als CEO der Guillemot Corporation tätig, die sich mit Marken wie Thrustmaster und Hercules einen großen Namen im Bereich der Gaming-Hardware und des Zubehörs gemacht hat.

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