Werther. Seit einigen Wochen ragt ein gelbes Rohr aus dem Pflaster des Venghauss-Platzes. Was es damit auf sich hat, wird genau in diesen Tagen relevant, in denen wieder die Hitze das bestimmende Thema ist. Denn bei dem Rohr handelt es sich um den ersten öffentlichen Trinkwasserbrunnen in Werther.
Ein Druck auf den Knopf und das Wasser sprudelt heraus und kann in Flaschen, Becher oder auch mitgebrachte Hundenäpfe gefüllt werden. Hinter dem zunächst unscheinbaren Rohr verbergen sich zwei große Themen, die in Werther seit einigen Jahren eine Rolle spielen, sagt Bürgermeister Veith Lemmen: nämlich Klimaanpassung und die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt.
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In Zeiten, in denen die Temperatur an Hitzetagen schnell über die 30-Grad-Marke klettert, „gewinnt der freie Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum immer mehr an Bedeutung“, sagt Veith Lemmen. Gleichzeitig werde mit dem Brunnen die Aufenthaltsqualität des C.-F.-Venghauss-Platzes weiter verbessert.
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Geschäfte und Rathaus dienen als Refill-Stationen
Besucher oder Touristen, die mit dem Rad durch Werther fahren und ihre Trinkflaschen auffüllen möchten, haben nun einen Grund mehr auf dem Platz Station machen. Bereits im vergangenen Jahr wurden in Werther einige Refill-Stationen benannt, in denen ebenfalls Trinkwasserflaschen mit frischem Leitungswasser befüllt werden können. Dazu gehören die Apotheken, das Rathaus, die Stadtbibliothek sowie die Buchhandlung Lesezeichen.
Rund 20.000 Euro hat der Brunnen gekostet. 30 Prozent davon wurden aus dem Programm LEADER-Region GT8 gefördert. Wer sich wundert, warum es die in den Stadtfarben Gelb und Rot lackierte Metallsäule auf solch einen Preis bringt, den klärt Danny Schwentker, technischer Leiter des Wasserwerks, auf.
„Unscheinbar ist nur die Säule. Das, was im Boden liegt, ist hingegen sehr aufwendig“, sagt er. Neben dem Wasserzähler gibt es auch eine automatische Spülung. Einmal am Tag geht der Brunnen dadurch ohne Knopfdruck an, damit das Wasser im Rohr immer frisch ist und keine Bakterien ansetzt.
Wasserproben garantieren Qualität
Die öffentliche Trinkwasserabgabestelle, wie der Brunnen im Behördendeutsch heißt, wird zudem regelmäßig beprobt. „Jeden Monat schicken wir eine Wasserprobe ans Gesundheitsamt“, sagt Danny Schwentker. Dort wird dann die Trinkwasserqualität überprüft.