Ausflugstipp für Dresdner

Hier kann man Otter, Kängurus und seltene Nager entdecken

20.06.2026 – 07:53 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0420127258Vergrößern des Bildes

Zwergotter (Symbolbild): Sie gehören zu den Besucherlieblingen im Tierpark Riesa. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Erhard Nerger/imago)

Vorlesen

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

1x

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

75 Tierarten gibt es im Tierpark Riesa zu sehen – und manche dürfen sogar gestreichelt werden. Von Dresden aus ist man schnell bei Zwergottern, Ziegen und Polarfüchsen.

Riesa im Jahr 1965: Erst seit 15 Jahren dürfen die Bürger der Stadt den Klostergarten betreten. Vorher war der Bereich dem Bürgermeister und seiner Familie vorbehalten. Doch der Park hat bereits bessere Zeiten gesehen, und so überlegen sich die Mitglieder des Rassegeflügelzüchtervereins eine Idee zur Instandsetzung. Ein Heimattiergarten soll geschaffen werden, wie sie an mehreren Orten in der DDR entstehen. Der Stadtrat stimmt zu – und nach einer Freiwilligenaktion mit mehr als 3.000 Arbeitsstunden ist er da: der erste Heimattiergarten Riesas. Hühner, Tauben, Ziergeflügel und Kleinvögel ziehen hier ein.

Seitdem hat sich viel getan. Aus dem Heimattiergarten Riesa ist mittlerweile ein Tierpark mit rund 400 Tieren aus 75 Arten geworden. Besucher dürfen einige davon sogar streicheln und anderen bei der Fütterung zusehen. Auf dem Gelände leben sowohl heimische Tierarten als auch Tiere aus anderen Teilen der Welt.

Zu den Bewohnern im Tierpark Riesa zählen unter anderem Zwergotter, Bennett-Kängurus, Alpakas, Polarfüchse, Rhesusaffen und Schnee-Eulen. Daneben beherbergt der Tierpark bedrohte heimische Arten wie Weißstörche, Steinkäuze und Gartenschläfer. Auch ungewöhnliche Nagetiere findet man hier, wie den Gundi oder den Urson, einen nordamerikanischen Baumstachler.

imago images 0755879606Vergrößern des BildesBaumstachler im Tierpark Riesa (Archivbild): Eigentlich ist er in Nordamerika beheimatet. (Quelle: IMAGO/Andreas Weihs/imago)imago images 0853956956Vergrößern des BildesEin Bennett-Känguru im Tierpark Riesa trägt Nachwuchs (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Daniel Wagner/imago)

Zum Tierpark gehört außerdem ein Streichelzoo mit Zwergziegen, Zwergschafen und Hühnern. Die Besucherlieblinge des Tierparks sind Zwergotter. Schon kurz hinter dem Kräutergarten begrüßen sie die Besucher mit lautem Quietschen, meist von ihrer „Aussichtsplattform“ aus. Öffentliche Fütterungen der Zwergotter finden an den Wochenenden um 14 Uhr statt. Die Polarfüchse werden um 13 Uhr gefüttert.

Im Ostflügel des Klosterareals befinden sich mehrere Aquarien, die insgesamt 11.000 Liter Wasser fassen. Gezeigt werden dort heimische Fischarten der Elbe, Malawi-Buntbarsche und Regenbogenfische aus Neuguinea. Außerdem gibt es Terrarien mit Wirbellosen. In einem „Touch-Pool“ können Besucher mit den dort lebenden „Knabberfischen“ in Kontakt kommen.