Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Brennendes Öldepot: Krim stoppt Verkauf von Kraftstoff

Aktualisiert am 21.06.2026 – 09:48 UhrLesedauer: 29 Min.

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Brennendes Öldepot auf der Krim: Das hat Folgen für die Bewohner. (Quelle: Screenshot x.com/@StratcomCentre)

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Ein Öldepot auf der Krim steht in Flammen. Auf der Halbinsel wird nun kein Benzin mehr verkauft. Alle Entwicklungen im Newsblog.

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Russland arbeitet an einem nuklear angetriebenen Marschflugkörper. US-Forscher warnen vor radioaktiven Risiken – schon vor einem möglichen Einschlag. Lesen Sie hier mehr dazu.

Krim stoppt Kraftstoffverkauf an Privatleute und Firmen

Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim haben Tankstellen laut Behördenangaben den Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und Unternehmen eingestellt. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass der Stopp seit Sonntag 9 Uhr Ortszeit in Kraft sei. Kraftstoff werde nur noch an staatliche Behörden abgegeben, die den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel gewährleisteten, so Aksjonow weiter.

Öldepot in Kertsch getroffen

Bilder in sozialen Medien zeigten am Sonntagmorgen ein brennendes Öldepot in der Stadt Kertsch auf der russisch besetzten Halbinsel Krim. Offenbar hatte es in der Nacht mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim gegeben.

Bei deb neuen massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Behördenangaben im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet worden. Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Morgen bei Telegram mit. Details nannte er nicht.

Behörden informierten in der Nacht auch über die Schließung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Straße von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Die Ukraine versucht seit Wochen, mit den zunehmenden Angriffen die Krim von der Versorgung abzuschneiden.

Selenskyj schickt Orden zurück

Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj einen Schlussstrich gezogen und einen umstrittenen Orden nach Warschau zurückgeschickt. Er verstehe, dass der Orden des Weißen Adlers eine besondere Ehrung darstelle, schrieb Selenskyj dazu auf X. „Es ist ein Symbol des höchsten Vertrauens der Republik Polen.“ Ein derartiges Symbol brauche Verdienst, aber auch Respekt für die Werte, die die Basis der Gesellschaft formen. Eine Reihe früherer Präsidenten verzichtete aus Protest ebenfalls auf den Orden.

Ukraine greift Raffinerie an – 2.000 Kilometer von der Grenze entfernt

Drohnen haben nach russischen Behördenangaben eine Ölraffinerie in der westsibirischen Region Tjumen angegriffen. Die Anlage sei nicht beschädigt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Alexander Moor, mit. Fotos und Videos in den sozialen Medien zeigen allerdings, wie Rauch und Flammen aus dem Umfeld der Raffinerie aufsteigen. Die Mitarbeiter wurden russischen Angaben zufolge evakuiert. Einsatzkräfte seien am Ort des Absturzes von Trümmern. Tjumen liegt rund 2.000 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.