Zwei leere Betten stehen in einem Zimmer einer Notunterkunft.

AUDIO: Erste Bilanz Notübernachtungsstellen für junge Erwachsene (1 Min)

Stand: 21.06.2026 12:04 Uhr

Vor zwei Jahren hat Hamburg in einem Modellprojekt 20 Notschlafstellen für junge Obdachlose im Alter von 18 bis 27 Jahren in der Stadt geschaffen. Ein erstes Fazit: Etwa ein Fünftel der jungen teilnehmenden Erwachsenen konnte in eine eigene Wohnung vermittelt werden.

Eine erste Bilanz zeigt, dass 130 junge Erwachsene dort vorübergehend eine Unterkunft fanden. „Eigentlich sind wir immer belegt“, berichten Sozialarbeitende aus den vier kleinen Einrichtungen mit je fünf Plätzen in den Bezirken Eimsbüttel, Altona, Wandsbek und Nord. Sie werden von vier unterschiedlichen Trägern der Jugendhilfe betrieben.

Verbessern Notschlafstellen die Situation junger Wohnungsloser?

Deren Arbeit wird wissenschaftlich von dem Bremer Forschungsinstitut „Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V.“ begleitet. Ziel ist es, herauszufinden, wie die Notschlafstellen die Situation junger wohnungsloser Menschen verbessern kann.

Ein Mann sitzt mit aufgesetzten Kopfhörern vor einem Laptop, der die Website von Google zeigt

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Das Modellprojekt dient als Brücke

Sechs bis acht Wochen dürfen die jungen Wohnungslosen bleiben. Beratung, Unterstützung und Vermittlung in andere Hilfen werden zusätzlich geboten. Ein erstes Fazit des Forschungsinstituts zeigt: Etwa ein Fünftel der jungen Erwachsenen, überwiegend Frauen, konnten in eine eigene Wohnung vermittelt werden. Das Modellprojekt funktioniert als Brücke zu weiteren Hilfen. Trotz kurzer Aufenthaltsdauer können, Teilhabechancen gestärkt und Lebenssituationen verbessert werden.

Ein warm angezogener Mann sitzt in der Innenstadt und sammelt Spenden.

An vier Standorten in Hamburg wird das Angebot, das sich auch an Suchtkranke richtet, erweitert.