Die Bundesliga will sich präsentieren. Vor allem international möchte sie noch mehr auffallen. Was gibt es da Besseres als eine Fußball-Weltmeisterschaft, die die größtmögliche Bühne bietet? Also schickt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) einige Erstligisten auf Reisen. Zumindest Vertreter von den Klubs. Auch der FC Augsburg ist bei dieser Werbemaßnahme beteiligt. Geschäftsführer Michael Ströll und Sportdirektor Benjamin Weber reisen am Mittwoch nach New York.

Eine Woche werden die beiden Augsburger in der Metropole bleiben. Auch der VfB Stuttgart mit Fabian Wohlgemuth und Christian Gentner sowie RB Leipzig mit Marcel Schäfer sind vor Ort. Es dürften spannende Tage werden. Geplant sind viele Veranstaltungen. So werden Ströll und Weber bei den New York Giants aus der nordamerikanischen Profifootballliga NFL zu Gast sein. Sie schauen im German House of Soccer vorbei, in dem ein Impulsvortrag gehalten wird. Auch das Red-Bull-Trainingscenter ist ein Ziel, ebenso wie das Nordamerika-Büro der DFL und die heimische Profiliga MLS. Dazwischen immer wieder Interviews mit amerikanischen Fernsehsendern und Zeitungen. Alles geplant und verteilt von der DFL.

Dabei wird es vornehmlich um den deutschen Fußball gehen. Um die deutsche Nationalmannschaft, aber auch Ricardo Pepi sollte wohl ein Thema sein. Der US-amerikanische Stürmer, der für viel Geld im Januar 2022 zum FC Augsburg gewechselt war, sich dort aber nicht durchsetzen konnte. Pepi zog weiter und brachte seine Karriere in Schwung. Bei der PSV Eindhoven überzeugte er mehr und mehr, was seinen Marktwert weiter steigen ließ. Und was vorrangig zahlungskräftige Klubs aus England auf ihn aufmerksam werden ließ. Der FC Fulham war interessiert, ein Transfer aber scheiterte. Weiter Premier-League-Klubs sollen allerdings Interesse haben.

Die DFL möchte international mehr Aufmerksamkeit

16 Millionen Euro hatten sich die Augsburger Pepi vor einigen Jahren kosten lassen. 2023 war er für elf Millionen Euro in die Niederlande weitergezogen. Sollte er nun tatsächlich demnächst nach England wechseln, könnte der FCA mit einer größeren Summe partizipieren. Diese Weiterverkaufsbeteiligung hatte sich Ströll damals beim Deal mit Eindhoven gesichert. Beim 2:0-Sieg der USA gegen Australien stand Pepi in der Startelf. Sein derzeitiger Marktwert soll bei rund 30 Millionen Euro liegen.

Die Reise von Ströll und Weber in die USA soll vornehmlich der DFL helfen. Die Liga möchte international mehr Aufmerksamkeit. Etliche Klubs haben zugesichert, dabei zu helfen. Auch der FCA gehört dazu. So bestritten die Augsburger 2024 ein Trainingslager in Südafrika, das sowohl den Klub als auch die Liga im Süden Afrikas bekannter machen sollte. WM-Spiele werden sich die Augsburger im Osten der USA auch anschauen. Sie werden die deutsche Mannschaft gegen Ecuador in New Jersey sehen, ebenso das Duell Panama gegen England. Und ein Sechzehntelfinale steht noch auf dem Plan.

Die DFL konkurriert auf dem internationalen Markt mit den anderen europäischen Topligen aus England, Spanien, Italien oder Frankreich. Solche Reisen wie jetzt von Ströll und Weber sollen helfen, Deutschlands Eliteliga in den Vordergrund zu rücken. Womöglich fällt dabei aber auch der ein oder andere Spieler auf, der für den FCA interessant sein könnte.