Für Mika und Allison war es ein ungewöhnlicher Arbeitstag: Statt im Müllwagen zu fahren oder im Freizeitpark die Hecke zu schneiden, standen sie auf der Bühne – vor rund 100 Schülern in der Aula der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Dort berichteten die beiden Nachwuchskräfte von ihrem Arbeitsalltag, beantworteten Fragen und zeigten, wie vielseitig und zukunftsorientiert ihre Berufe bei der Enni sind.

Anlass war das Projekt „LEBO – Lernerlebnis Berufsorientierung: Grüne Jobs mit Zukunft“. Das interaktive Format richtet sich an Jugendliche der Klassen acht bis zehn und macht deutlich, wie eng Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit der Arbeitswelt verknüpft sind – und welche beruflichen Chancen sich daraus ergeben.

„Auch bei Enni entstehen durch die Energiewende neue Berufsbilder, gleichzeitig verändern sich viele bestehende grundlegend“, sagt Vorstandsvorsitzender Stefan Krämer. „Deshalb wollen wir Jugendlichen zeigen, wie spannend und zukunftssicher eine Ausbildung sein kann – vor allem in Berufen, die aktiv zum Klimaschutz beitragen und echte Perspektiven bieten.“

Bühnenevent mit Moderation, Videos und Mitmach-Elementen

Die Veranstaltungen fanden bislang an drei Schulen in Moers und Umgebung statt, ein weiterer Termin folgt Anfang Juli an der Justus-von-Liebig-Schule. Als lebendiges Bühnenevent mit Moderation, Videos und Mitmach-Elementen bindet LEBO die Jugendlichen aktiv ein. Pro Termin nahmen bisher zwischen 70 und 120 Schüler teil. Im Anschluss bestand jeweils die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

Allison und Mika gaben dabei authentische Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Insgesamt bildet Enni in zwölf verschiedenen Berufen im gewerblich-technischen sowie kaufmännischen Bereich aus. Dabei sinkt seit Jahren die Zahl der Bewerbungen, während der Wettbewerb um Nachwuchskräfte wächst. „Klassische Berufsorientierung reicht heute oft nicht mehr aus“, sagt Enni-Ausbildungskoordinator Claus von Seckendorff. „Formate wie LEBO holen Jugendliche dort ab, wo sie stehen – digital und auf Augenhöhe.“