Radfahrerinnen und Radfahrer fahren über die Lombardsbrücke

AUDIO: Fahrradsternfahrt 2026 am Sonntag in Hamburg (1 Min)

Stand: 21.06.2026 18:21 Uhr

Mit einer Sternfahrt in der Hamburger Innenstadt haben Radfahrerinnen und Radfahrer am Sonntag für eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik demonstriert. Die Polizei schätzte die Zahl auf 6.500 Teilnehmer, die Organisatoren gehen von 13.500 Menschen aus.

Der Verein „Mobil ohne Auto“ hat auch in diesem Jahr wieder zur Fahrradsternfahrt in Hamburg aufgerufen. Insgesamt kamen laut Polizei rund 6.500 Radfahrerinnen und Radfahrer von mehr als 80 verschiedenen Startorten – unter anderem auch aus Lüneburg, Buchholz oder Stade.

Bei der Abfahrt von der Köhlbrandbrücke sei es zu vier Unfällen gekommen, berichtete Cajus Pruin vom Vorstand des Vereins. Drei Menschen seien verletzt worden. Die Radfahrer seien ohne Beteiligung anderer Teilnehmer gestürzt.

Verein wirbt für Verkehrswende

Mit der Aktion wirbt der Verein „Mobil ohne Auto“, an dem neben dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub und Umweltverbänden auch die Nordkirche beteiligt ist, für eine umwelt- und sozialverträgliche Verkehrswende. Die Radfahrerinnen und Radfahrer fordern den Ausbau der Velo-Routen und Radschnellwege sowie eine komfortable und sichere Elbquerung und eine Wiedereinführung der autofreien Sonntage.

Abschlusskundgebung in der Innenstadt

Die Routen führten alle zum Jungfernstieg, wo am Nachmittag eine Abschlusskundgebung stattfand. Von dort gab es eine gemeinsame Abschlussrunde über die Lombardsbrücke. Autofahrerinnen und Autofahrer mussten wegen der Fahrradsternfahrt mancherorts Geduld aufbringen. Insbesondere im Innenstadtbereich kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

„Mobil ohne Auto“ ist ein Bündnis aus Personen und Umweltverbänden, das seit 2008 traditionell am dritten Sonntag im Juni eine Sternfahrt in Hamburg organisiert.

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