Sperrzone für USA-Iran-Gespräche löst Flugsicherung-Panne in Zürich aus

Nach einer technischen Störung bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide am Sonntagmorgen läuft der Betrieb am Flughafen Zürich wieder weitgehend normal. Ausgelöst wurde die Störung durch eine kurzfristig eingerichtete Sperrzone über dem Schweizer Konferenzort Bürgenstock für Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. Wegen der Panne kam es am Flughafen zu Ausfällen und Verspätungen. Bis zum Mittag seien zwölf Ankünfte und 14 Abflüge annulliert worden, teilte eine Sprecherin des Flughafens auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zudem hätten sich mindestens 60 Abflüge verspätet, meist um 40 Minuten bis zwei Stunden. Weitere Auswirkungen im Tagesverlauf könnten noch nicht abschließend beurteilt werden.

Iran: Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzt

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA im schweizerischen Bürgenstock sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.

Neben den politischen Gesprächen sind auch Arbeitsrunden auf Expertenebene geplant. Die sollen sich unter anderem um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz.

Iranischer Agenturbericht: Straße von Hormus bleibt vorerst gesperrt

Kurz vor Beginn US-iranischer Gespräche in der Schweiz bleibt die Straße von Hormus nach Berichten aus dem Iran weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen für die Meerenge erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider. Die USA und der Iran hatten sich auf eine 60-tägige Waffenruhe geeinigt, um über ein Friedensabkommen zu verhandeln. Als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon hatten die iranischen Revolutionsgarden die Meerenge jedoch am Samstag für geschlossen erklärt. Das US-Militär hatte dagegen mitgeteilt, dass weiterhin Handelsschiffe in der Wasserstraße unterwegs seien.

Bericht: Sieben Tote bei neuen Angriffen Israels im Libanon

Bei erneuten israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. In der Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.