Standdatum: 21. Juni 2026.

Autorinnen und Autoren:
Martina Falkenberg und
Sophia Allenstein

Video

Zwei Paare, zwei Beziehungsgeschichten: Während Hermann (von links nach rechts) und Renate schon 51 Jahre verheiratet sind, kennen sich Fabian und Flo noch nicht lange.

Bild: Radio Bremen

Video-Ende

Während Hermann und Renate seit 51 Jahren verheiratet sind, kennen sich Flo und Fabian erst seit wenigen Wochen. Doch ihre Vorstellungen von Liebe sind gar nicht so verschieden.

Hermann und Renate Meyer gehen seit mehr als einem halben Jahrhundert gemeinsam durchs Leben. Im vergangenen Jahr feierte das Paar aus Kirchlinteln seine Goldene Hochzeit. Anders gesagt: Die beiden sind echte Profis, wenn es um die Liebe geht.

Kennengelernt hat das Paar sich bereits in der Kindheit. Mit 16 Jahren hat es dann gefunkt. Danach dauerte es nicht lange, bis sich Familie Meyer gründete: Renate und Hermann bekamen drei Kinder und bauten ihr Zuhause immer weiter aus.

Liebe ist, dass man vertrauensvoll miteinander umgeht, dass man akzeptiert und auch selber akzeptiert wird, wie man ist.

Hermann Meyer

Trotz ihrer langen gemeinsamen Geschichte war das Leben aber nicht immer einfach. „Mir ging es zeitweise sehr schlecht“, erzählt Renate über ihre psychischen Probleme zu der Zeit. „Dadurch, dass ich nur zu Hause war, war mein Selbstwertgefühl im Keller.“ Eine Herausforderung, die das Paar auf die Probe stellte.

Ein Mann mit Brille und hellblauem Poloshirt hat seinen Arm um die Schulter einer Fau gelegt, die eng an seiner Seite steht und mit einer blauen Bluse, einem roten Jackett sowie einer Brille gekleidet ist

Seit 51 Jahren sind Hermann und Renate Meyer Profis in Sachen Liebe.

Bild: Radio Bremen

Hermann verstand die Krankheit seiner Frau erst nicht. Bis es, wie Renate sagt, „richtig geknallt hat“ – und der Arzt Hermann erklärte, inwiefern Renate Unterstützung braucht. Das Ehepaar überstand diese Krise. Und wenn sie heute nochmal anecken, dann lösen sie das mit Respekt, To-do-Listen und ganz viel Kommunikation.

Junge Bremer im Universum der Liebe

„Liebe ist eine Verbindung – ein Geben und Nehmen“, sagt Flo Paetzold. Er und Fabian Böhm haben sich erst vor einigen Wochen über eine gemeinsame Freundin kennengelernt. Bei einem Besuch im Universum Bremen geben die beiden einen Einblick in ihren Weg zur Liebe.

Ich fühle mich geliebt, wenn ich in wirbelnden Momenten einfach mal gehalten werde.

Flo Paetzold

Die beiden Verliebten Fabian Böhm und Flo Paetzold gemeinsam im Interview.

Flo (links) und Fabian stehen noch am Anfang ihrer Beziehung.

Bild: Radio Bremen

„Für mich ist das Besondere, dass ich gerade auch viel Neues erfahre – auch über mich“, fasst Flo die ersten Wochen mit Fabian zusammen. „Es ist auch eine Beflügelung“, ergänzt Fabian. Von sich selbst würden die beiden behaupten, sehr offen über ihre Gefühle miteinander sprechen zu können. „Ganz wichtig ist für mich: fragen, fragen, fragen. Und sich auch trauen zu antworten“, führt Fabian weiter aus.

Obwohl die beiden sich erst seit Kurzem kennen, empfinden sie die Zeit miteinander auch als Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln. „Es ist auch ein Wachsen in mir selber, weil ich durch die Konfrontationen mich selbst besser kennenlerne“, sagt Fabian. Ob aus ihrer Verliebtheit eine langfristige Beziehung wird, wissen die beiden zwar noch nicht. Trotzdem genießen sie momentan die Zeit zusammen.

Ganz unabhängig davon, ob man quasi gemeinsam an einer Ranke hochwächst oder doch merkt: ‚Oh, wir sind zwei verschiedene Pflanzen‘ – irgendwo wächst man immer, auch wenn es eventuell irgendwann weh tut.

Flo Paetzold

Respekt, Kommunikation und Vertrauen

Auch wenn Renate und Hermann sowie Flo und Fabian so unterschiedlich wirken, führen ihre Vorstellungen von Liebe auf Respekt, Kommunikation und Vertrauen zurück. Ob Flo und Fabian genauso lang zusammenbleiben wie Renate und Hermann, wissen die beiden noch nicht – und lassen es auf sich zukommen.

Video

Bild: Radio Bremen

Video-Ende

Mehr aus der Wochenserie „Liebe“:

Quelle:
buten un binnen.

Dieses Thema im Programm:
buten un binnen, 16. Juni, 19:30 Uhr