Public Viewing
Kaum bekannte WM-Regel: Gastronomen droht Bußgeld
Aktualisiert am 21.06.2026 – 21:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Fußballfans verfolgen ein Fußballspiel an einer Kneipe (Symbolfoto): Gastronomen müssen bei dieser WM das Lizenzrecht beachten. (Quelle: snapshot-photography/ T.Seeliger/imago)
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Aachener Wirte müssen während der Fußball-WM 2026 beim Public Viewing nicht nur den Lärmschutz beachten. Sonst drohen empfindliche Konsequenzen.
Auch in Aachener Kneipen, Bars und Restaurants ist in diesem Sommer die Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen. Gastronomen in der Städteregion sollten dabei jedoch genau hinschauen, welchen Sender sie einschalten – sonst drohen nach dem Finale womöglich empfindliche Strafen.
Der Grund: Die Free-TV-Übertragungen von ARD und ZDF sind für den gewerblichen Gebrauch in Kneipen, Bars und Restaurants nicht freigegeben. Die Deutsche Telekom hat die Rechte an allen 104 Spielen der WM 2026 erworben. Zwar zeigen die Öffentlich-Rechtlichen rund 60 Partien im Free-TV, doch die Gastro-Lizenz dafür wurde nicht an ARD und ZDF weitergegeben, sondern liegt exklusiv bei Sky.
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Für WM 2026: Gastronomen brauchen eigenes Abo
Auch für Aachener Betriebe gilt damit: Schaltet ein Wirt ARD oder ZDF ein, begeht er eine Lizenzverletzung. Gastronomen ohne bestehendes Sky-Business-Abo können während des WM-Sommers für einmalig 299 Euro den sogenannten Sky-Gastro-Pass erwerben und erhalten damit Zugang zu allen 104 Spielen über drei eigene WM-Kanäle. Bestehende Sky-Business-Kunden bekommen die drei WM-Kanäle von MagentaTV automatisch und kostenfrei dazu.
Anders sieht es aus, wenn unlizenziert das öffentlich-rechtliche Signal gezeigt wird: Dann riskieren Gastronomen nach Einschätzung eines Leverkusener Gastronomen Bußgelder von bis zu 250.000 Euro, sollte eine Kontrolle stattfinden.
Sky und MagentaTV schweigen zu drohenden Bußgeldern
Ob das tatsächlich zutrifft, ist allerdings schwer zu sagen: Sky Deutschland, der eigentliche WM-Rechteinhaber, auf den auch MagentaTV verweist, schweigt sich darüber aus. Ein Sprecher von Sky teilte der Aachener Lokalredaktion von t-online mit: „Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir uns grundsätzlich nicht zu Details hinsichtlich der Kontrollen der Lizenz-Einhaltungen in gastronomischen Betrieben äußern.“
Und weiter: „Die rechtliche Situation für die öffentliche Vorführung der WM-Spiele ist eindeutig geregelt und unverändert gegenüber der Euro 2024 in Deutschland.“
Unklar bleibt zudem, ob Sky und MagentaTV verdeckte Kontrolleure in die Lokale schicken, um Public-Viewing-Veranstaltungen auf die Einhaltung der Regeln zu überprüfen – auch dazu wollen sich die Unternehmen nicht äußern.
Hinweis: t-online gehört nicht zur Deutschen Telekom, sondern zum Medienunternehmen Ströer, und berichtet redaktionell unabhängig. MagentaTV ist ein Angebot der Telekom.
