Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump haben die ersten Gespräche zwischen dem Iran und den USA über ein Kriegsende geprägt. Auf seiner Plattform drohte Trump dem Iran während dem Treffen. Der Iran müsse die Hisbollah-Miliz im Libanon davon abhalten, Unruhe zu schüren. »Andernfalls werden wir den Iran wieder sehr hart angreifen, so wie letzte Woche, nur härter«, schrieb Trump. Dem Sender Fox News sagte Trump, er habe dem Iran wegen der Straße von Hormus eine dringende Warnung übermittelt. »Wenn ihr sie schließt, habt
ihr kein Land mehr«, sagte Trump laut Fox News. »Ihr werdet nicht
einmal mehr in euer verdammtes Land zurückkehren können«, sagte Trump demnach weiter.
Die iranischen Unterhändler verließen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna nach Trumps Drohung das Schweizer Hotel, in dem die Gespräche stattfanden. Die Drohung Trumps sei als »beleidigend« aufgefasst worden. Die
unter Vermittlung Pakistans und Katars geführten Gespräche seien »nach
80 Minuten Gespräch und einer Unterbrechung infolge der Veröffentlichung
einer beleidigenden Nachricht des US-Präsidenten in eine schwierige
Phase eingetreten«, hieß es. Das iranische Fernsehen berichtete, der Iran habe bei den USA wegen der Drohungen protestiert und prüfe nun seine nächsten Schritte.
Zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance am Verhandlungsort auf dem
Schweizer Bürgenstock gesagt, man habe »große Fortschritte erzielt« und
Trump wolle ein »neues Kapitel« in den gegenseitigen Beziehungen
aufschlagen. Vance sagte zudem, man sehe jetzt »eine
gemeinsame Zukunft, in der alle zusammenarbeiten können, um
Frieden und Wohlstand zu fördern«.
Israel hebt Einschränkungen im Libanon auf
Die Gespräche auf dem
Bürgenstock in der Schweiz folgen auf die vor
einer Woche vereinbarte Absichtserklärung zwischen dem Iran und den USA. Diese sieht unter
anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie die Einstellung
aller Feindseligkeiten vor, auch die zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon.
© Lea Dohle
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Der Iran hatte am Wochenende verkündet, wegen erneuter
israelischer Angriffe im Libanon die Straße von Hormus wieder
geschlossen zu haben. Die US-Regierung widersprach dieser Aussage. In
den vergangenen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert,
sagte Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News. Trump hatte zuvor auch erwägt, Mautgebühren für die Straße von Hormus einzuführen.
Zeitgleich kündigte Israel an, alle Einschränkungen im Nordlibanon aufzuheben, die wegen des Konflikts mit der Hisbollah-Miliz eingeführt worden waren. Ab Montag früh würden »alle Beschränkungen im Gebiet der Konfrontationslinie aufgehoben«, teilte die israelische Armee mit. Es gelte wieder »uneingeschränkte Aktivität ohne jegliche Einschränkungen«. Die Anpassung der Vorschriften für die Bevölkerung sei nach einer Lagebeurteilung beschlossen worden.
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