22. Juni 2026 – Chiara-Lee Haartje
Mit zusätzlichen Blitzerfahrzeugen, neuen Radarsäulen und künftig auch Kameras zur Handy-Kontrolle will Hamburg den Kampf gegen Verkehrsverstöße verschärfen. Besonders Temposünder sollen künftig flexibler überwacht werden.
- Mehr Blitzer für Hamburg
- Flexible Kontrollen geplant
- Handykameras sollen kommen
Polizei setzt auf zusätzliche Blitzerwagen
Hamburgs Polizei will ihre Geschwindigkeitskontrollen deutlich ausbauen. Wie der Leiter der Verkehrsdirektion, Thomas Model, der „Welt am Sonntag“ sagte, sollen insbesondere fünf zusätzliche Überwachungskraftwagen angeschafft werden.
Dadurch könnten die Standorte der Kontrollen häufiger gewechselt werden. Hintergrund sei auch die zunehmende Nutzung von Blitzer-Apps, die in Deutschland verboten sind.
Weitere Radarsäulen sollen folgen
Neben den Blitzerwagen plant die Polizei auch zusätzliche Radarsäulen. Allerdings werden nicht alle Säulen dauerhaft mit Kameras ausgestattet sein. Einige bleiben leer, sollen aber dennoch abschreckend wirken.
Auf der Norderelbbrücke sollen die derzeit eingesetzten mobilen Messanlagen künftig durch feste Säulen ersetzt werden. Diese sollen nicht nur Geschwindigkeitsüberschreitungen, sondern auch Abstandsverstöße erfassen. Aufgrund des schlechten Zustands der Brücke müsse das Tempolimit dort konsequent eingehalten werden.
Bereits zahlreiche Anlagen im Einsatz
Derzeit verfügt die Hamburger Polizei über 21 mobile Messanlagen und neun Blitzerfahrzeuge. Hinzu kommen 40 Radarsäulen mit insgesamt 49 Kameras, da einige Anlagen in mehrere Richtungen messen können.
Zu hohe Geschwindigkeit bleibt Hauptursache
Nach Angaben von Verkehrsdirektor Thomas Model war überhöhte Geschwindigkeit im Jahr 2025 bei rund 15 Prozent der mehr als 7.500 Unfälle mit Verletzten und Todesopfern die Ursache.
Neben Tempoverstößen stehen auch Rotlichtverstöße und die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer im Fokus der Behörden.
Kameras sollen Handyverstöße aufdecken
Bislang werden Handyverstöße ausschließlich durch Polizeibeamte festgestellt. Künftig könnten spezielle Kamerasysteme von Brücken oder Tunneleinfahrten aus in die Fahrzeuge hineinfilmen und so verbotene Handynutzung am Steuer dokumentieren.
Die dafür notwendige Änderung des Polizeigesetzes wird derzeit mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten abgestimmt. Sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, sollen die neuen Systeme angeschafft werden.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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